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Jeschurun · 1859-08-01 · Heft 11 (August 1859) · p. 563

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 11 (August 1859)
Article
Aw
Date
1859-08-01
Page
563 (sequence 7)
Language
German
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Warum ging Juda tn's Ertl? 563 Fortschritt in ganz anderen Gebieten liegen sollte; dem das, was den anderen Völkern als anzustrebendes Ziel vorschwebt, gegeben ward und das Gegebene sein sollte, auf daß dies Gegebene ihm Mittel werde, aus diesem gegebenen und gesicherten Boden das höchste Ideal eines Gott dienenden Menschen- und Volks-Daseins zu verwirklichen. Alle Völker hatten zu werden, Juda sollte sein, sein, wie der fremde Scher von Felsenhöhen es sah und von Hügeln herab es schaute, ״ein Volk, das gesondert ruht und unter die Völker sich nicht zählt", ״dessen Häuser wie Bäche geleitet, wie Gärten an dem Strom, wie Bäume die Gott gepflanzt, wie Zedern am Gewässer. Das Wasser fließt aus Gottes Eimern, seine Saat ists an reichen Wassern, darum wird höher als Agag sein König, darum erhebet sich sein Reich," oder, wie sein erster Prophet es schaute: ״Nichts Gott gleich, Jeschurun! Er lenket Himmel in deiner Hülfe und in seiner Hoheit Wolken. Du wohnst unter dem Gotte der Vorzeit, getragen von den Armen der Ewigkeit, während er den Feind vor dir vertrieb und ״Vernichtung!" sprach. Israel ruhet, — sicher, gesondert, Jakobs Quell, für ein Land voll Korn und Most, auch seine Himmel triefen Thau. Heil dir, Israel, was gleicht dir, Volk, siegreich durch Gott, den Schild deiner Hülse, und der das Schwerdt ist deiner Größe. Deine Feinde verläugnen sich dir — ihre Höhen besteigest du!" Das sollte Jeschurun sein, מעונה, den Boden für jeden Moment seines zeitlichen Daseins sollte es in Gott, dem Gott aller Ewigkeiten, und somit sich schon hinieden auf Erden, מתחת, getragen fühlen von den alle Zeiten tragenden Armen׳ ewiger Allmacht; in diesem Bewußtsein sollte es fest und ruhig und sicher ruhen mitten in allen es umkreisenden Wechseln wandelnder Völkergeschicke — es aber verkannte seinen Hort, und als ob es noch zu suchen hätte was ihm längst gegeben war, und für dessen ewige unwandelbare Dauer es die Bedingung nur in sich trug, glaubte es seinen Halt auch in politischen Combtnationen und in Freundschaft der Menschen finden zu können, stürzte es sich hinein in den Strudel der Völkerbewegung und Juda, das wandellos wie der Pol ruhen sollte — היא ישבה בגוים — ward das ruhelose, rastlose, heimathlose Wandervolk auf Erden, das alle Katastrophen der Menschheit mit durchzumachen hatte und über das noch heute nach Jahrtausen-

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