Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-07-01
- Page
- 520 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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8M ,;Grundlinien einer Wschew SyMbsM7 ׳ chm und zuerwarten,- (R. Lewi tn ב״ר I.), oder wie Bar Kappara es daselbst ausdrückt: 2׳ שאל נא לימים ראשנים אשר היו לפניך למן היום אשר ברא אלרי' ארם על הארץ ולמקצה ,השמים וער קצה השמים (דברים ד' לב) למן היום שנבראו אחה דורש ואי אחה חרש; לפנים מכאן ולמקצה השמים וער קצה השמים אתה דורש וחוקר ואי אחה חוקר לפנים מכאן; was in die Zeitlichkeit nach der Schöpfung des Menschm auf Erden fällt magst du erfassen, nicht aber was davor liegt; eben so. was innerhalb des von den Himmeln umschlossenen irdischen Kreises liegt kann Gegenstand deiner Ergründung und Forschung sein, nichtaber was jenseits sich befindet (Vcrgl. Chagiga 11 Ir.) Sehen wir selbst die höchste uns mitgctheilte Offenbarung, die dem größten Menschengeiste, die dem Moses aus seine Bitte um das Höchste geworden! Die von ihm erbetene Erkenntniß ward ihm als jenseits^ des dem Menschen in seiner htniedigcn Beschränktheit Erfaßbaren versagt. לא יראני האדם וחי. Das ihm jedoch Gewährte, das somit die Grenze des dem Menschen Erkennbaren bezeichnet, welchen Inhalts ists? Giebt es transcendentalen Aufschluß über die objektive Wesenheit Gottes, über jenseitige himmlische Verhältnisse, übet metaphysische kosmische Gesetze, überhaupt über Wahrheiten, deren ErkenNtniß nur ein rein theoretisches Interesse befriedigte? 'ד׳ר׳א׳ רחום וחנון וגו, lautet diese höchste Offenbarung, Prädicirungen von Gott rein relativer und zwar beschränkt relativer Art, durchaus nur Aussagen ans dem Bereiche seiner Waltungen in Beziehung zum Menschen, wie es scheint Nichts als die Willfahrung der ersten Bitte, mit welcher Moses seine Bitten um höhere Offenbarung eingeleitet hatte, deren Erfüllung ihm auch unverkürzt zugesagt war; nichts als die Willfahrung der Bitte: הודיעני נא אח דרכיך, eine Bitte, deren Gegenstand so weit von jedem blos theoretischen Transcendentalismus fern scheint, daß ihr ja sofort als Motiv das höchste praktische Interesse betgefügt;war: ״ ׳,ואדעך למען אמצא חן בעיניךLaß mich doch deine Wege erkenne», damit ich Wohlgefallen in, deinen Augen finde!"; Wir glauben;somit nicht zu irren, wenn wir den Satz als Axiom aufstellen: In dem ganzen Bereiche des göttlichen Gesetzes ist uns nicht eine einzige Wahrheit offenbart, die nur theorettsches Jntersse hätte, keine einzige, die nur unser Wissen bereicherte ohne auf unser sittliches Verhalten Einfluß zu üben geeignet zu sein. Sind uns aber derartige; Wahrheiten nicht in; Wort offenbart wor-