Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1859)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-06-01
- Page
- 474 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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474 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. dasselbe nur in seinen Attributen und durch seine Attribute erkenneu körmen, es selber aber unserm Erkenntnißvermögen stets verhüllt bleibt. Dieses: "״ ",שDer, welcher" in seiner Allgemeinheit als die Bezeichnung eines Wesens gedacht, würde ferner dieses Wesen als ein solches kennzeichnen, dem alle Attribute des Seins und Schaffens zukommen, das somit am vollkommensten ohne jedes besondere Attribut zu bezeichnen wäre, da eine jede Attribut-Beifügung, und häufte ste die größte Fülle von Attributen die Unerschöpfltchkeit der Vollkommenheiten desselben nur beschränken würde. Wir brauchen nicht hinzu zu fügen, daß, die Richtigkeit unserer Auffassung vorausgesetzt, wir in dem "ש" der Tefillin nichts als die Hinweisung auf Gott, als den Unsichtbaren, nur aus seiuen in Natur und Geschichte sich offenbarenden Eigenschaften und Waltungen Erkennbaren erblicken würden, dem alle Attribute des Seins und Schaffens in unbegrenzter, und darum unaussprechbarer Vollkommenheit und Fülle zukommen. Das "ש" der Tefillin stünde dort in gleicher Prägnanz, als ob in dem Kreise sonstiger Anschauungendort: ״Er" stehen würde. Es gibt nur einen ״Er" würden wir sagen, und darin den Ausdruck für Gott in der Absolutheit und Wahrhaftigkeit seines Seins erblicken. ״Der welcher —" sagt aber unendlich mehr, und für die Zwecke der Tefillin unendlich Wichtigeres. ״Er" wiese uns Gott in seiner überweltltchen, unnahbaren und unerfaßlichen Transceudenz. ״Der, welcher" — zeigt uns eben denselben, aber in seiner unendlichen, überall gegenwärtigen, und insbesondere in unserer Geschichte offenbar gewordenen und werdenden Nähe der Waltung und des Bundes. Wollte man in ש״" der Tefillin eine Abbreviatur erkennen, so dürften cs wohl kaum andere Worte geben, die wir an dieser Stelle zu suchen hätten und die mit ש, als dem Anfangsbuchstaben bezeichnet werden könnten, als entweder שם, oder der durch ד und ׳ zu ergänzende Gottesname. Beide wären aber glücklicher Weise wiederum nichts als besonderer Ausdruck der beiden Begriffe, die wir schon ohnehin im Schin als selbstständigen Buchstaben gefunden. Ist doch שם eben nichts anders als Attribut, nichts als Schin, Mem, nichts als das zum selbstständigen Begriff erhobene Schin, d. ui et u g |u jd x i 1 h : b I ( i 1;