Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1859)
- Article
- Grundlinien der jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-06-01
- Page
- 472 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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- Rashi 1× ep/1002670
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 472 wänden ein "ש". Dieser Buchstabe ist den Wänden nicht aufgetragen, sondern ist aus dem zu dieser Buchstabenform zusammengezwängten Pergament der Wände selbst gebildet. Ans einer der beiden Seiten ist das "ש" ein vielköpfiges 1». Ucblich ist es dieses vierköpfige auf der linken Seite, der äußern Wand der ersten Abtheilung zu bilden. Die lieberliescrung schreibt hierin nichts vor. (Siehe חוספ׳ Menachoth 35 &.) Die Bedeutung dieses Schin ist schwer mit einiger Zuversicht zu ermitteln. Es ist ein einzelner Buchstabe, für dessen Ergänzung ein weites Feld der Möglichkeiten offen steht, wenn sich aus der Bedeutung seiner Stelle und deren Beziehungen kein näherer Anhalts- Punkt ergeben sollte. Nach Raschi (das. d.) bildet dieses Schin mit dem 1-förmigen Knoten der Kopf-Bänder und dem ׳-förmigen der Hand-Bänder zusammen den Gottes-Namen: 'ש; eine Ansicht, die jedoch von 'חוספו das. widerlegt wird. Diese Knoten treten auch in der lieberliescrung nie unter Bezeichnung etwa ihrer Buchstabenform, sondern immer nur als קשר, Knoten auf, während das Schin der Gehäuswäude von der lleberlieferung selbst als Buchstabe bezeichnet ist. שין של תפלין הל׳מ׳ם. Wir sind somit an den einzelnen Buchstaben gewiesen. Im Hebräischen, dessen Buchstaben mindestens zur Hälfte eine selbstständige symbolische Bedeutung haben, dürfen wir einen irgendwo bedeutsam hingestellten einzelnen Buchstaben nicht sofort als Abbreviatur, als Anfangsbuchstaben eines dadurch augedeuteten Wortes auffassen — obgleich allerdings solche Abbreviaturen sehr gebräuchlich sind, — vielmehr haben wir zunächst den Buchstaben an sich nach seiner etwaigen sprachlichen Bedeutung zu befragen, diese Bedeutung im Zusammenhang mit der Stelle, wo dieser Buchstabe erscheint und deren Beziehungen zu begreifen, und fände es sich da, daß bereits der Buchstabe an sich in ungezwungener, verständlicher Weise einen mit dem ganzen Zusammenhänge seiner Erscheinung harmonirenden Begriff ergebe, so sind wir eigentlich kaum berechtigt weiter zu gehen und den Buchstaben als Abkürzung eines Wortes anfzufassen, es müßte denn sein dieses Wort sei auch seinerseits an dieser Stelle und in diesem Zusammenhänge so nahe gelegt, daß cs nur dieses Anfangszeichens bedurfte um das Wort und seinen Gedanken in die Seele zu rufen. f l e 1 < I 1 \