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Jeschurun · 1859-06-01 · Heft 9 (Juni 1859) · p. 463

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 9 (Juni 1859)
Article
Grundlinien der jüdischen Symbolik
Date
1859-06-01
Page
463 (sequence 8)
Language
German
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V. Tefilttn. 468 Dies in Paranthesi. Wir betrachten nun die beiden andern Abschnitte: שמע und .והיה אם שמוע שמע lehrt Israel seinen Gott und seine Verpslichtungen gegen ihn näher kennen, sagt ihm, daß sein Gott ד׳, daß es der allgemeine, einzige Gott des geschaffenen Weltalls und der werdenden Geschichte sei, daß es überhaupt der einzige wirkliche, wahrhaftige Gott sei, dem alles Andere als Geschöpf und Diener untersteht, daß es diesen einen einzigen Gott als seinem Gott zu huldigen und diese Huldigung zu bethätigen habe, daß es sich diesem Einen ganz htngebe, mit ganzem Geist und ganzem Leib und ganzer Habe, ואהבת וגו׳ בכל לבבך ובכל נפשך ובכל מאורך, ja, daß es alles dies hinzugeben habe um damit das einzige Gut, die Gottesnähe zu erkaufen; denn das heißt buchstäblich: mit ganzem Herzen und ganzer Seele und ganzem Vermögen Gott lieben. Daß ferner diese hingebende Liebe nur dadurch ihre Verwtrklichung finden könne, daß Israel die göttlichen Gesetze, zu denen es verpflichtet worden, stets auf dem Herzen trage und sie durch ernstes und stetes Wort und Beispiel auf seine Kinder vererbe, ושננחם לבניך וגו׳ בשבתך בביתך וגו׳. Daß es endlich zu diesem Zwecke sie zum Zeichen um seine Hand binde, als Stirnschmuck zwischen den Augen trage, und sie an die Thür- und Thor-Pfosten seines privaten und öffentlichen Lebens schreibe.!mann; והיה אם שמע zeigt Israel die Abhängigkeit seines c״ ^r= Geschickes von der Erfüllung oder Nichterfüllung seisowohl, ner Verpflichtung gegen Gott. Horcht es auf die Gesetze hin, und ich die Gott ihm nur einmal für alle Zeit gegeben, ihn zu lieben uignng und diese Liebe in seinem Dienste, d. i., in der Erfüllung seines samkei heiligen Willens mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit Geist 9e־ und Leib, zu zeigen, so giebt ihm Gott die reichste Blüthe und Fülle in seinem Lande. Aber — wie davor wiederholt gewarnt — in dieitlgfett. ser Fülle liegt Gefahr! Wenn in dieser Fülle ihre Herzen sich an-!eschäft dern Entschlüssen öffnet (dies ist wörtlich פתה), wenn sie von Gottes berührt Gesetzen abwetchen und andern Göttern dienen, dann würden sie Pollack nicht nur jene wundervolle, unter Gottes besonderer Obhut ausblüahabers hende Fülle einbüßen, die Bedingungen des nacktesten Daseins würde ־ n0^' ihnen Gott aus eigenem Boden versagen und sie würden fort müsx sen von dem herrlichen Lande, welches Gott ihnen gab. Darum sol- " daar 32«

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