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Jeschurun · 1859-06-01 · Heft 9 (Juni 1859) · p. 459

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 9 (Juni 1859)
Article
Grundlinien der jüdischen Symbolik
Date
1859-06-01
Page
459 (sequence 4)
Language
German
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V. Tefillin. 459 ״handelt, als ich aus Mizrajim zog, und es soll dir zum Zeichen ״an deiner Hand und zur Erinnerung zwischen deinen Augen sein^ ״damit Gottes Lehre in deinem Munde sei, daß mit gewaltiger All- ״macht Gott dich aus Mizrajim geführt; dieses Gesetz aber hütest du ״zur bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr." ״ והיה כי יביאךWenn dich Gott aber zu dem Lande des Ka- ״naaniters, das er dir und deinen Vätern zugeschworen, gebracht ״und es dir gegeben haben wird, so sollst du jede Mutterschooß- ״Eröffnung Gott zuführen, von dem Vtehe, das du haben wirst, sol- ״len vom Erstlings-Wurf die Männlichen Gott gehören, Erstlings- ״thter des Esels lösest du durch ein Lamm aus, wenn du cs aber ״nicht auslösest so tödtest du es durch Genickschlag, und alle Men- ״schen-Erstgeburt unter deinen Söhnen lösest du aus. Wenn dann ״dein Sohn dich fragen wird: Was ist dies? so sagst du ihm: mit ״Allmacht-Gewalt hat uns Gott aus Mizrajim, aus der Sklaven- ״Heimath geführt. Da war es, als Pharao sich hartnäckig unserer ״Entlaffung widersetzte, erschlug Gott alle Erstgebornen im Lande ״Mizrajim, vom Erstgebornen der Menschen bis Erstgebornen des ״Viehes, darum opfere ich Gott alle männlichen Erstltngsgeburten, ״und alle Erstgebornen meiner Söhne löse ich aus. Und es sei zum ״Zeichen an deiner Hand und zum Stirnschmuck zwischen deinen Au- ״gen, daß mit Allmacht-Gewalt uns Gott aus Mizrajim geführt" nnn; Eine aufmerksame Betrachtung dieser beiden offenbar zusam- Armengehörenden Abschnitte zeigt, daß sie beide zusammen die periovohl, dische, gelegenheitliche und stete Vergegenwärtigung der durch Gottes Allmacht allein bewirkten und darum diese allein verkündenden j״״g Erlösung aus Mizrajim durch entsprechende symbolische Gebote zum ^kei Gegenstände haben, und zwar der erste Abschnitt die periodische durch ge־ Mazzothfest und die stete durch Tefillin, die zweite die gelegenheitdas liche durch die Erstgeburtswethe und wiederum die stete durch Tefillin. chäft Wir sehen Wetter, daß diese Abschnitte die egyptische Erlösungs- ' geschichte nach ihrer doppelten, nach ihrer heitern und ernsten Seite, >llack zur Beherzigung geben, nach dem, wie diese Erlösung Gott in dop-!bers pelter Wahrheit vergegenwärtigt, als Retter und als Richter, als zum ,»th- Auferstehungsleben htnausrettenden Retter uns — als mit seiner nicht Allmacht darnieder schmetternden Richter den Egyptern, und zwar Laar

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