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Jeschurun · 1859-06-01 · Heft 9 (Juni 1859) · p. 458

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 9 (Juni 1859)
Article
Grundlinien der jüdischen Symbolik
Date
1859-06-01
Page
458 (sequence 3)
Language
German
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458 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 2. Die vier פרשיות. Wir versuchen zuerst uns den Inhalt der vier Tefillin-Abschnitte zu vergegenwärtigen, und, da, wie wir vernommen, so wohl deren Vollständigkeit als Reihenfolge wesentlich ist, ihre Zusammenhörigkeit und gegenseitige Beziehung zu ermitteln. Der Abschnitt קרש enthält im ersten Vers einen Auftrag Gottes an Moscheh und in den übrigen Versen eine dadurch veranlaßte Rede Moscheh's an's Volk. Jener Auftrag gebietet Moscheh alles Erstgeborne in Israel Gott zu heiligen. In der hieraus solgenden Rede Moscheh's ans Volk wird aber dieses Gebots der Heiligung der Erstgeburt in diesem Abschnitte gar nicht erwähnt, dieser Anordnung ist vielmehr erst der folgende Abschnitt והיה כי יביאך gewidmet, der die Fortsetzung der Rede Moscheh's bildet, und erscheint somit dieser erste Abschnitt als Einleitung zu dem zweiten. Bevor nämlich Israel das zweite die Erlösung aus Egypten verewtgende Gebot der Heiligung der Erstgeburt erhält, wird ihm zuerst nochmals das erste Gebot, das Mazzothfest, in dessen Feier es am Tage dieser Mittheilung noch begriffen war, (Peßachtm 96 b.) wiederholt vor die Seele geführt und durch das Gebot der Teftllin erweitert und daran erst die Ausführung der von Gott gebo-- tenen Heiligung der״ Erstgeburt geknüpft, die wiederum mit dem Gebote der Tcfilltn schließt. ״ ,קדשHeilige mir alle Erstgeburt, die Eröffnung jeden Mutterschooßes in Israel unter Menschen und Thteren; mein ist sie!" hatte Gott zu Moscheh gesprochen. Da wendete sich Moscheh an das Volk: ״Gedenket den heutigen Tag, an dem ihr aus Egypten aus ״der Sklavenheimath zogt, gedenket, daß mit Allmachtgewalt Gott ״euch von hier geführt und es werde darum nichts Gesäuertes ge- ״gessen! Heute, im Frühlings-Monate zieht ihr aus! Und wenn ״Gott dich zu dem Lande des Kanaaniters u. s. w., das er deinen ״Vätern dir zu geben zugeschworen, gebracht haben wird, zu ״dem Laude, das übersiießt an Milch und Honig, dann sollst du in ״diesem Monate diesen Gottesdienst üben, sollst sieben Tage Maz- ״zoth essen u. s. w. in deinem ganzen Gebiete soll kein'Gesäuertes ״und kein Sauerteig gesehen werden, und sollst es deinem Sohne an ״jenem Tage dann sagen: zu diesem Zwecke hat Gott für mich ge-

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