Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1859)
- Article
- Siwan
- Date
- 1859-06-01
- Page
- 449 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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4'49 Zum Feste bei! Gesetzgebung. ihm alle Jahrhunderte der Menschheit durchleuchtende Feuerfänlen des göttlichen Wortes entstiegen sein konnten. And als das läuternde Gesetzesfenex seinen Kern gewonnen, der Rest aber und die Hohen des Staates der Läuterung widerstand, da ward das Läuternngsfeuer zur verzehrenden Flamme und brannte den Tempel nieder und den Altar, und brannte das Königshaus nieder und die Paläste der Großen, und rettete den Kern hinaus, hinter deren Rücken das Heidntsch gewordene Gebäude des jüdischen Staats in Rauch aufgtng —. Was dieses Gesetz ist? Es ist das Licht unseres Manncsaltcrs. Es erleuchtet uns die Augen, es läßt uns die Wahrheit, die für Menschen erfassbare, die dem Menschen nutzbare Wahrheit im Himmel und auf Erden erkennen. Es will uns nicht mit einem Dämmerschein vom Jenseits über das Dunkel diesseits trösten. Eben das diesseitige Leben ist der Gegenstand seiner Lehren und Ordnungen. Aber das diesseitige Leben in seinem weitesten Begriff und seiner umfassendsten Vollendüng. Es führt uns Schritt vor Schritt durch alle Beziehungen des Einzel-, des Familien-, des Bürger-Lebens, des Geistes und des Gemüthes, des Leibes und der Triebe, des Wortes und der That, des Hauses, der Gemeinde, des Volkes, der Völker und der Menschheit, ihrer Vergangenheit und Zukunft und der Bedeutung jeglichet Gegenwart als Kind dieser Vergangenheit und als Vater dieser Zukunst. Es zündet uns für alle diese Verhältnisse ein Licht an, das um so Heller wird, je reiner wir es halten, je voller wir uns seiwem Strahle hingeben, je ernster es uns nicht nur ein Licht der Spekulation, sonderneine Leuchte zur That und zum Leben wird, und je vertrauensvoller wir seine Wahrheiten in den ernsten Gängen des wirklichen Lebens erproben. So macht es den jüdischen Mann zu einem Manne des offenen Auges, der weiß was er ist und weiß was er soll und weiß was die Erscheinungen des Einzeln- und Gcsammtlebens um ihn bedeuten, und gtebt ihm einen Maßstab, überall das Wahre voll dem Falschen, das Reine von dem Getrübten, daS Rechte vom Unrecht, das Heilbringende vom Flnchwürdtgen nach dem trUglosen Urtheil göttlicher Wahrheit zu unterschetden, und seinen Weg ohne Keckheit und ohne Leichtsinn, ohne Menschenverachtung und ohne Menschenvergötterung, ohne Sclbstüberhebung und ohne Selbsterniedrigung, furchtlos, leidenschastlos, ernst an t Ar- >hl, ich -ng kei zens -it. äft :«׳ hrt nck ers th- -cht rar