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Jeschurun · 1859-06-01 · Heft 9 (Juni 1859) · p. 448

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 9 (Juni 1859)
Article
Siwan
Date
1859-06-01
Page
448 (sequence 4)
Language
German
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448 Siwan. gebung, daß die Liede und Nersöhnlichkeit, daß die Gelassenheit und die Milde, daß die Genügsamkeit und Menschenfreundlichkeit, daß die Sittenreinheit und der Seelenadel unser ganzes Wesen erfüllen und unser ganzes Innere eine Welt des Göttlichen werde, in welcher alles Menschlich Edle und Reine gottverherrltchend ansblühe. Es läutert alles Schlechte und Gemeine aus unserm Wesen — oder es verzehrt urrs selbst, und läßt uns Int Wüsten und Gemeinen zu Grunde gehen, wenn wir seiner reinigenden Macht das Innere unseres Wesens verschließen. Es wird uns ein verzehrendes Feuer, Wenn es uns kein läuterndes ist. Es war das Feuer der Jugend unseres Volkes. Es schuf unsere Josua und Gideon, unsere Debora und Jael, unsere Saul und David der Volksrettung. Es schuf unsere Ruth, und Boas, unsere Channa und Elkana des Familienlebens. Es weckte unsere Samuel und Elsjahu, unsere Elischa und Chulda, unsere Chisktja und Joschia zu seinen Kämpfern und Vertretern im Volke. Es zündete das Feuer der Begeisterung in der Brust unserer Deborah und Channah, unserer Davide, Asiaf und Heman, es wehte den Hauch des Liedes und des Gebetes über die Saiten ihrer Herzen und Harfen, es berührte die Lippe unserer Jesaias und Jirmijah, unserer Hosea und Michah, unserer Amos und Maleachi, es weckte den ganzen Chor von Männern der Gottesrede, die sich Gott darboten zu Herolden seines Wortes, zu Verkündern seines Willens, zu Organen seiner ״Hammer- und Feuer "-Rede, den Fels der Härte zu sprengen und zu schmelzen die Schlacke der Sünde. Es ward auch der Jugend unseres Volkes zu einem läuternden und verzehrenden Feuer. Es arbeitete fort und fort von Jahrhundert zu Jahrhundert an der Läuterung unseres Volkes, schuf sich fort und fort jenen Kern, jenes שארית ישראל, im Schooße des Stilllebens des Volkes, dem es gelang in Mitte des heidnischen Unwesens, das Judäa umfluthete und die Höhen-Schtchten auch der judäischen Staatsgesellschaft ergriffen hatte, ein gesetztreues, gottheiliges Familienleben zu pflegen, das die Wiege jener leuchtenden Reihe gottbegetsterter Männer und Frauen wurde, deren Feuerftrahlen Zeugniß ahlegen, wie tief und breit und heilig und hehr doch im Schooße des Volkslebens selbst zur Zeit eines Achabs und Achas der Heerd gewesen sein müsse, auf welchem das Feuer hes göttlichen Gesetzes eine solche Pflege gefunden, daß

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