Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1859)
- Article
- Jüdische Armuth und Wohltätigkeit in London
- Date
- 1859-05-01
- Page
- 423 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische Avumth und Wohlthätigkett in London. 423 »t en he en en )er che )rnn nerlnd ere;a- Ulf »er sich Md Lte n's e»d 'etzt orfett den »de Ar« ine 1“ und ach« UNonge» :lich zwei oder vielleicht noch mehr zur Befriedigung ein und desselben Bedürfnisses haben. Wir «vollen jetzt zeigen, daß es tief und allge-- mein gefühlte Nothstände giebt für die doch noch nicht gesorgt ist. Krankheiten der Respirationsorgane gehören bekanntlich nicht zu den Seltenheiten im englischen Klima. Die Auszehrung ist Großbritanniens Plage. Die unreine Luft unserer überfüllten Stadt mit ihren engen Gängen und Hofen, ihren jedem Luftzug abgeschlossenen Häufern, der unvollkommenen Drainage ihren angrcifendcn Gerächen und schädlichen Ausdünstungen, bringen leider nur zu schnell die Keime eines Leidens zur vollen Blüthe dem bis zu gewissen Stadien durch eine mildere reinere Atmosphäre Einhalt gethan werden kann. Wo ist die Gesellschaft in unserer Gemeinde deren Zweck es ist dem armen Phtistker zu den Mitteln zu verhelfen um nur für eine kurze Zeit die Luft von Whitecbnpel — reines Gift für ihn — mit den milderen und sonnigeren Gegenden von Ken«; oder. Devonshirc zu vertauschen? Und die Rettung von Menschenleben und die Erleichterung menschlichen Elends ist doch in der Thal von eben solcher Wichtigkeit, wie das Beisteuern zu Ausstattnngsgeldcrn für arme Mädchen! Wir wissen wohl, daß früher, als Eisenbahnen noch irtcht extsttrten und das Reisen eben so kostspielig und lästig wie mit großen Schwierigkeiten verknüpft war, eine solche Wohlthätigkeit kaum sich ausführbar zeigte; welches Hinderniß steht jetzt einer erfolgreichen Ausführung im Wege? Wir sind oft Zeugen der Verzweiflung armer respektabler Glaubensgenossen, die um Beschäftigung zu suchen hierhergekommen, durch uniibersteigbare Hindernisse sich jedoch in ihren Erwartungen getäuscht und zuletzt von allen Mitteln entblößt sehen um wieder in die Heiinath znrückzukchren, wo sie sich ernähren können. Die Spende die ihnen theils aus Gemeindetheils aus Privatmitteln gereicht wird, entspricht nicht ft'ir ihren Zweck. Sie gerathen von Abgrund zu Abgrund, manchmal in Verbrechen und nicht selten in ein frühes schmachvolles Grab. Wanun sollte es nicht eine Kasse geben die diesem Nebel abhelfe? Nun existirt freilich in der Hauptstadt ein Verein für diesen Zweck. Aber ebenso giebt es auch allgemeine Arlswanderungsgcsellschaften und wohlthätige Leihanstalten und doch haben wir noch besondere in unserer Gemeinde, den fpecicllen Bedürfnissen der jirdischen Armen angepaßt. Daß bei dem raschen Wechsel im socialen Leben der Gegenwart beständig neue Verhältnisse sich bilden und auch neue f I rnn; Ar- I vohl, :b ich;«mg mkei gedas zkett. chäft rührt ollack abers nothnicht Daar!