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Jeschurun · 1859-05-01 · Heft 8 (Mai 1859) · p. 403

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 8 (Mai 1859)
Article
Ijar
Date
1859-05-01
Page
403 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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Sefirah-Bctrachtungen. 403 i Widerstand und zur htuvpsernden Gottestreue? Wir glauben nicht i zu schwarz zu sehe», wenn wir unsere Lage nur um so bedenklicher Z krachten, weil dem gesetzestreuen Juden die Hindernisse nur aus dem j eigenen, innern, jüdischen Kreise erwachsen, weil sie dort so leicht übersehen werden, weil sie dort oft nur allmählich entstehen, und q weil eben dort die Selbsttäuschung und die falsche Gewiffensbeschwichj tigung so nahe liegt. i Sprechen wir einmal die Gefahr nnverhüllt und ungeschminkt i in einem einfachen Satze aus: j Wo die inner« jüdischen Angelegenheiten in den Händen eines l Vorstandes liegen, dessen Glieder selbst nicht mehr in dem eigenen j praktischen Leben dem gcsctzestreuen Judenthume angehören; oder: - wo die jüdisch-religiösen Angelegenheiten einem Rabbiner an- :! vertrant sind, der mit seinen Ansichten, seinen Lehren, seinem etgeb nen praktischen Leben nicht aufrichtig und entschieden auf dem Bo- : den des gesetzestreuen Judenthums steht; da haben die eigenen Brüder über den gesetztreuen Juden den גירוש verhängt, da kann seine Heimath nicht bleiben. Da giebt es : für ihn nur eine dreifache Alternative:! es muß ihm entweder gelingen, sein und seiner heiligen Sache s gutes, unveräußerliches und unverjährbares Recht wieder zu erstret- ,! ten und Gemeinde und Lehre wieder in gesetzestreue Hände zu Ä bringen; '■} oder es muß ihm mindestens gelingen, sich von dem gesetzlosen Reltgtonsverbande, der ja ohnehin längst schon ausgehört hat, seine ״konfessionelle" Gemeinschaft zu sein, auch äußerlich förmlich loszu-! sagen und ״sein religiöses Bedürfniß" den Anforderungen seines 1 Gewissens gemäß für sich gesondert zu befriedigen;;! oder er muß den Wanderstab ergreifen, muß dasselbe für seine j Thora thun, was er für seine ״Garbe" thätc, was er thätc, wenn j ihm seine und seiner Familie materielle Existenz an seinem bisherigen Wohnorte nicht mehr möglich wäre, und was die Väter für sij Beides in tausend Fällen zu thun gezwungen waren und thaten. i Wir sehen keine andere Wahl. | Fassen wir jedoch für heilte nur die mittlere Eventualität E ins Auge, eine Eventualität die überall am nächsten liegt und die

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