Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 6 (März 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-03-01
- Page
- 311 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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ZieM. 5 f. 311!■J [ ׳ sprechenden Ziele verfolgt. Wir haben dabei von der Zahl der i) חוליות ,כריכות und קשרים, von der Zahl der Umwindungen, Abthet- I; lungen und Knoten, in welcher man combinirt mit dem Zahleninhalt des Wortes ציצית eine Hindeutung auf Gott und sein heiliges f Gesetz zu finden pflegt, abgesehen, weil alle diese Bestimmungen 1 nicht ראוריתא, somit nicht in der ursprünglichen Anordnung des 1 Symbols lagen und nur dem Bestreben einer noch größeren Ver-! deutltchung seines Inhaltes ihren Ursprung verdanken. Wir hatten die 1 Beziehung des Symbols in seiner ursprünglichen Anordnung zu dem j von ihm zu wahrenden Gedanken zu suchen und wir glauben gei funden zu haben, daß dasselbe auch ohne jene spätern Specialitäten j den von ihm auszusprechenden Gedanken mit voller Deutlichkeit und; Eindringlichkeit repräsentire. Eine erschöpfende Untersuchung hätte jedoch noch einige andere; M'iir-N-Besttmmungeu in Betrachtung zu ziehen. Unter diesen ge- ' hört z. B. der jedenfalls in gewisser Beziehung auf צמד ופשתים, auf j Wolle und Flachs beschränkte Gewand- und Fäden-Stoff mit zur j Darstellung des Symbols. Wir vertagen jedoch die Betrachtung dieser j Modalität bis zu unfern Versuchen über שעטנז, mit welchen Ge- | wand-Gesetz ohnehin das Ztezith-Gebot noch in wesentlicher Ver- A wandtschaft steht. Die Forderung, daß Zieztth nur durch einen ישראל und לשטח; hergestellt sein müssen, dürste bei einem Symbol, das in so umsas-! senden Weise die Dokumentirung des jüdischen Berufes zum Ziele! hat, ebenso selbstverständlich sein, als die Bestimmung, daß טלית שאולה פטור!, somit für das Ziezith-Symbol nur ein eigenes Kleid entsprechend sei, durch die Erwägung begreiflich wird, daß ja, wie wir gesehen, dieses Symbol wesentlich an die Beziehung des Ges! wandes zu der Menschenpersvnlichkeit und an dessen innere und äußere Nothwendtgkeit für dieselbe anknüpft. Auch die Beziehung zur Tag zeit, daß Ztczith als מצות עשה שהזמן גרמה entweder nur an einem Tag-Kleid, oder nur während! der Tag-Zeit zur Erfüllung komme, dürfte bereits aus unfern Versuchen über Milah ihre Erläuterung gesunden haben. Ist doch ohne- J hin, wie wir dies bereits in jenen Versuchen (S. 27) ange- | deutet und wie uns dies jetzt »och prägnanter hcrvortreten dürfte, | die innere Verwandtschaft der Ziezith zur Milah eine so große, daß 4