Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 6 (März 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-03-01
- Page
- 304 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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- IRI
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 304 Gewände, das nur drei Ecken hat, das Gebot der Ziezith gar nicht zur Erfüllung kommt, so wie: אח זו שארבעתן u |! ארבע ציציות מעכבות ״ מצות אחחdie vier Ztezith bedingen sich gegenseitig; denn sie zu- H sammen bilden eine Mtzwah." Versuchen wir daher Anhaltspunkte für die Bedeutung dieser! Z ferneren Bestimmung zu ermitteln.! i Diese Bestimmung der ״vier" Ecken ist nur in der zweiten , j Ziezith-Stelle (Deuteron 22, 12) enthalten. In der ersten (Numeri , j 15, 37.) heißt es nur allgemein ״an die Ecken ihrer Kleider".; ן Diese beiden Stellen ergänzen sich aber gegenseitig, wie wir bereits!1 gesehen. Die erste Stelle ist die Anordnung des!פתיל ,ציצת) ענף),; j des ungebundenen, freicherabhängendenTheils der Fäden. Diezweite fl ordnet den גדיל an, den zur Schnur umwundenen Theil. ,ל] Gehen wir auf die Stellen noch näher ein, so nennt die erste j j "בגדים", Kleid er als Gegenstand des Gebotes, die zweite "״במות , Uj Gewand und bestimmt solches noch näher, mit welchem du dich fs bedeckest, "״אשר תסטה בת. i:j Noch eine Eigenthümlichkcit fällt uns aus, die wir uns doch ja jedenfalls merken wollen. In der ersten Stelle heißen die Ecken j כנפי, in der zweiten כנפ׳ות• ' | Gleich die Geschichte des Ursprungs des menschlichen Kleides | führt uns dasselbe in seiner doppelten Bestimmung entgegen. Ver- Hüllung der thicrischen Blöße lehrte die Scham, diese dem Menschen eingeborene Mahnerin an seine höhere, sittliche Bestimmung. Schützende Bedeckung der Nacktheit gegen das ihrer wartende EinstÜMen der rauh und feindlich gewordenen Natur übte die Barmherzigkeit Gottes. Diesen beiden Bestimmungen scheinen unsere beiden Stellen zu entsprechen. § Obgleich בגד der allgemeinste Name für Kleid ist, so weist doch schon die verbale Bedeutung der Wurzel בגוד, treulos sein, täuschen, daraus hin, daß בגד wesentlich das Kleid als Verhüllung, als die Darstellung des Menschen für die äußere Erscheinung bedeute, somit dem sittlichen Bedürfnisse der Scham entspreche. כמות hingegen, obgleich כסה auch für jede Art des Bedeckens,