Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 6 (März 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-03-01
- Page
- 302 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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302 Grundlinien einer jüdischen Symbolik. V. j | des ספרי getragene Verhältnis des n^n-Faden zu den übrigen, so jj gewinnt dieses Symbol auch noch durch dieses Zahlenverhältntß eine Prägnanz von höchster Bedeutung. j Nach רמ^סיים war nämlich der vierte der doppelt zu nehmenden! Fäden nur zur Hälfte r1d2n-farbig, also, daß die Ziezith aus fieben j weißen (gewandfarbigen) und einem achten nson-sarbigen Faden bestanden. Es wurden somit immer sechs Fäden von dem stebten weißen und achten nb2n-farbtgen Faden umwunden. Nun glauben wir bereits in nnsern Versuchen über Mtlah (S. 13 f.) die Bedeutsamkeit der Zahlen 7 und 8 in dem symbolischen Kreise des göttlichen Gesetzes ermittelt zu haben. Parallel mit dem Gesetze des zum harmonischen Abschluß sich entwickelnden Fortschritts der Töne, der mit 7 das abschließende Ziel erreicht und mit 8 den Anfang, aber aus einer erhöhten Stufe wiederbringt, sahen wir allgemein im Gesetze Zustände und Entwickelungen mit 7 das Ziel ihres Forschrittes erreichen und mit 8 in einen erneuten, erhöhten Zustand etntrcten. Wir sahen aber ganz besonders das große Gotteswerk in der Menschhettgeschichte sich an dieselben Zahlenverhältnisse anreihen. Die in 6 Tagen geschaffene sichtbare Welt erhält mit dem 7ten Tag den Gedenk- und Bundestag des unsichtbaren Meisters und Herrn, und in ihm ihren vollendeten Abschluß, und das 8te Gotteswerk legt mit der Schöpfung Israels den Grundstein zu einer erneuten, erhöhten Menschheit und einer erneuten, erhöhten Welt, zu jenen שמים הרשים und jener 5 ,ארץ חרשה für welche Israel und sein Beruf Anfang und Werkzeug ist (Jes. - 56, 22). j Demgemäß sahen wir denn 7 in Sprache und Gesetz als Zeii chen Gottes, des unsichtbaren, die sichtbare Welt beherrschenden und jj mit ihr im Bunde stehenden Herrn und Meisters; 8 als das Zeichen j- Israels, des von Gott zur Welterneuung berufenen Werkzeugs. jj 6, 7, 8 zeigt uns nun das Sproß- und Blüthen-Symbol unjj/ seres menschlichen Gewandes in seinen Fäden, und legt uns somit! alle die Elemente vor Augen, aus welchen unser Wesen gewoben jj ist, und die durch uns zu der von Gottes Willen bestimmten Blüthe j und Entwickelung gelangen sollen« j Sinnliche Leiblichkeit, wie die ganze übrige geschaffene, sinnj liche, sichtbare Welt =: 6. j