Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1859-03-01 · Heft 6 (März 1859) · p. 301

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 6 (März 1859)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1859-03-01
Page
301 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2932754-2932863-2932870-2943312--04445-2943357
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Ziezith. S f. 301 solideres Verhältniß zu Israel zu erinnern, ('in Faden n^n-Farbe an unser« Gewändern gab uns allen das Abzeichen Hohenpriesterltchen Berufes, sprach zu Allen: אנשי קודש תהיו, unb sprach symbolisch die Bestimmung aus: ואתם תהיו לי ממלכת כרזנים ונוי קדוש! Betrachten wir nun den כתיל תכלת an unser« Ziezith, so war es eben dieser תכלת^«^!, der vorzugsweise die כדיכות, das גריל, die Umwindungen der Fäden zur Schnur bildete. Es ist also der jüdische Beruf und das durch das Heiltgthum geweckte jüdische Bewußtsein jene zur Herrschaft in uns beruseiie Kraft, die alle ihre Schwesterkräfte in das Band des Hciligthums des göttlichen Gesetzes einigen soll. Allein es ist dieser jüdische Beruf und dieses jüdische Bewußtsein nichts von dem allgemeinen Menschenberuf Gesondertes, ihm FrcnideS, daß etwa das Jüdische des Menschlichen zu entbehren und sich ohne dasselbe zu verwirklichen vermochte. Vielmehr setzt das Jüdische das Menschliche voraus, knüpft daran au, bringt es zur Vollendung und löst seine ganze Aufgabe nur innerhalb des menschlichen Berufskreises. Die höchste jüdische Vollkommenheit ist nichts als die höchste Vollendung der menschlichen Bestimmung. So beginnen und enden die Umwindungen mit dem einfachen Mcuschengewandfaden und nehmen die תכלת-Umwindungen in die Mitte: תנא כשהוא מתחיל מתחיל בלכן הכנף מין כנף ,וכשהוא מסיים מסיים בלבן מעלין בקרש ולא מורידין. Das Verständnis; dieses letzten Motiv's bleibt selbst nach den Erläuterungen Raschi's uiib נימוקי יוסף schwierig. רמ׳ב׳ם giebt dasselbe also wieder: וכריכה אחרונה של לבן מפני שהתחיל בלבן מסים בו שמעלין בקרש ולא מורירין; aber auch diese Auffassung enthält fast einen Widerspruch in sich, eben weil מעלין ולא מורירין sollte man nicht damit enden womit man begonnen. .וצ״ע שמנה חוטין Wir haben bereits bemerkt, daß die Ueberlieferung hinsichtlich der biblischen Bestimmungen in Betreff der Zahl der Ziezithfaden nicht ganz fest steht; ebenso ist ein Schwanken hinsichtlich des Verhältnisses der תכלה^«^» zu den übrigen. Legen wir jedoch die durch die allgemeinste Praxis gegebene und auch vom רמבם (Siehe כ״מ das.) als die Halachahgültige Tradition festgehaltene Bestimmüng der Achtzahl für die Fäden zu Grunde, verbinden wir damit das ebenfalls vom 8'3'$ר angegebene, vom Wortkaut der Bibel und SS 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.