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Jeschurun · 1859-03-01 · Heft 6 (März 1859) · p. 290

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 6 (März 1859)
Article
Adar- und Weadar-Gedanken
Date
1859-03-01
Page
290 (sequence 6)
Language
German
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290 Adar- und Wradar-Gedanken. und spricht: Nicht in euch, nicht in dem, was der Einzelne von euch sich ״von seinem Standpunkte aus für sein Interesse" — איש לבצעו מקצתו — erträumt und erklügelt, in einem gemeinsamen Born des Geistes und des Lebens bat Gott für euch Geist und Leben niedergelegt. Was von dort, was מן המקום תתוא stammt, das Wort, das von dort ausgegangen, das trägt euer Heil, das bringt euch Erleuchtung und Leben. Was ihr aber in hochmüthiger lieber- Hebung über das Wort, das euch von dort überliefert, erbaut, ״Bamoth" Menschenhvchmntl) und Menschendünkel glorificirende Anhöhen mögen es sein, prächtige Mausoleen des zur Ruhe bestatteten Gottesgeistes in Israel: Gottes-Häuser, Israels Gottes-Häuser sind sind es nicht, sind nicht Stätten wo ihr Gott, wo Gott euch findet! Denn nur über der Bnndeslade seines Gesetzes ruht Gottes Herrlichkeit für Israel aus immer, nur dort ist sie zu finden, und nur wenn euch כסא כמד מרום מראשן מקום מקדשנו, nur wenn euch selbst der öde Platz eures einstigen Gesctzesheiligthumö ein Thron der Herr-- ltchkeit ist, höher, weiterhin reicheild, weiterhin gebietend, — jede jüdische Seele in der Zerstreuung über den weiten Erdball durch das ihm entstammte Wort beherrschend — höher somit und weiterhin strahlend als in seiner ersten vorhinnigen Herrlichkeit: dann, מקור, ישראל ד׳, dann habt ihr einen Quell der Hoffnung, dann habt ihr einen Quell des Heiles, dann schöpft ihr Heil und Leben aus dem einzigen Born, der mit seinen Frühlingskräften nimmer versiegt. Wenn aber die historische Stätte deS göttlichen Gesetzes nicht mehr der Mittelpunkt eurer lebendigen Gegenwart ist, ihr nicht mehr מן המקום ההוא Geist schöpfet und Leben trinket und Regel nehmt, wöget ihr immerhin auch an Judäa's Trümmern Erinnerungen vergangener Zetten euch beleben, mag immerhin ein Dichterransch eure Leier nach Zions Harfen stimmen, mag eine fromme Pietät, wie ihr es nennt, eure Hand zu Palästina-Spenden öffnen, mögen eure phtlantropischen Bestrebungen sich auch den unglücklichen Brüdern im Lande der Väter;::wenden um sic mit einem Firniß eurer europäischen Bildung zu beglücken — wenn ihr dorthin nur Bildung zu bringen wisst, aber eure eigene Bildung , von dort nicht holt, eures Lebens eigenstes Leben dort nicht entsprungen, die Bergangangenheit, die ihr dort feiert, nicht die Mutter eurer eigenen Gegenwart und den Boden eurer eigenen Zukunft bildet, wenn das

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