Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 6 (März 1859)
- Article
- Adar- und Weadar-Gedanken
- Date
- 1859-03-01
- Page
- 287 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Adar und Weadar-Gedanken. 28? serm Innern den Frühling zu bewahren, und uns vorzuberetten und zu rüsten vermögen, im Frühling der Natur auch unser» Frühling zu feiern. Keiner aber also wie die Weisen unseres Volkes haben es verstanden, nicht den jedesmal vorhandenen Stimmungen Wort und Ausdruck zu leihen, die doch immer nur individuell und einseitig zn sein vermöchten, sondern aus dem reichen Schatz des : göttlichen Gesetzes und der Lehre immer die entsprechendsten Parthien uns auf unserer Jahreswanderung finden zu lassen, die nach der unerschöpflichen Kraft des göttlichen Wortes in uns zu jeder Zeit die entsprechenden Stimmungen und Gedankenreihen zu wecken vermögen, zu jeder Zeit in ihrer besonder» Lage, und zu Jedem in seiner individuellen Stimmung hinantreten, und Jeden und,jede Zeit aus dem ewigen Born des göttlichen Wortes Das schöpfen lassen, was die ewige Wahrheit ihnen zur Klärung ihres Innern, zur Berichtigung ihrer Gedanken, zur Läuterung ihrer Bestrebungen, somit zur Hebung jedes Einzelnen in seiner Besonderheit aus seiner Entfernung in die Sonnennähe des göttlichen Lichtes und in die Lebensbahn seines gottznzuwendenden menschlichen Berufs reicht — Wiederum reicht uns der Adar vier Blätter aus dem Buche des göttlichen Gesetzes, vier Blätter, die uns von Jahr zu Jahr aufgeschlagen werden, so oft die Zeit herannaht, die immer wieder und wieder ihr: "!״ח״ ihr ״stehet auf und lebet!" uns zurufen will, bis wir einst wirklich wieder ausstehen und uns als das lebenj dtge Volk um den lebendigen Gott mit dem lebendigsten Leben in ' seinem Gesetze des Lebens schaaren. j Was hätten wir aus diesen Blättern nicht zu lesen, was aus ' ihrem Leben weckenden Inhalt nicht zu lernen! Was bringt uns nicht gleich das erste Blatt! "שקלים!" lautet die Ucberschrift des ersten Blattes, und legt i sofort auf die wundeste Stelle der Zeit den Finger der göttlichen Mahnung, und ruft sofort alle unsere Energie zur Bekämpfung eben jener Geister wach, die mit tödtendem Hauch die Keime des Lebens in uns ersticken und mit eisigen Fesseln die besten Kräfte in uns lähmen. Egoismus, Judifferentiswus, selbstsüchtiger Dünkel, Gleichgül- I tigksit der Einzelnen und ein von beiden genährter und beiden will- L ' äi*