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Jeschurun · 1859-03-01 · Heft 6 (März 1859) · p. 286

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 6 (März 1859)
Article
Adar- und Weadar-Gedanken
Date
1859-03-01
Page
286 (sequence 2)
Language
German
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286 Adar- «11b Weabar-Gcbanken.;! es uns nicht wundern darf, diesen Gedanke» und seine Verwirk- ■ ltchung stets de» Edelsten und Besten unseres Volkes als סור העיבור anvertraut zu sehen, und seiner Ausführung in einer Weise zu degegnen, die sie als den höchsten Akt erscheinen läßt, der Namens der jüdischen Gesannntheit zu vollziehen oblag. Wer schildert uns , die Gedanken und Gefühle, die die Brust eines Rabban Gamliel, 1 eines Samuel Hakkaton bewegten, wenn sie mit ihren Genossen zusammentraten, im Namen ihres Volkes diese Frühlingöregulirung seines Festjahres zu vollbringen! Unter ihnen lag das seiner Knech-- tung entgegenetlende, oder die Fesseln der Knechtschaft schon tragende Judäa. Unter ihnen lag das an inner« Partheiungen verblutende und in seinen vom Gottesgesetz Abgefallenen und Abfallenden die Wurzel seiner spätem fast zweitausendjährtgen Geißel nährende Israel. Unter ihnen lag das trotz sittlicher Verworfenheit und Tyrannei zum Abgott und Henker der Völker emporgewachsene Rom, das seinen gewaltigen Fuß auch auf Judäa und aus Israels Nacken stemmte. Und doch gingen sie hinaus und knüpften immer wieder und wieder das Geschick ihres Volkes an den Frühlingsmoment der Auferstehung alles irdischen Lebens! Und als das Geschick ihres Volkes noch trüber geworden, als die immer weiter greifende Zer- . streuung Israel über den weiten Erdball auseinander zu führen . drohte, ging ihr letzter Enkel zum letzten Male mit seinen Genossen, i ging der jüngere Hille! mit den letzten Repräsentanten der jüdischen Gesammtheit in die ״Aliah", und regelte diesen Frühlingscyklus des jüdischen Festjahres für alle Zeiten der Galuthjahrhunderte, bis einst der Tempel wieder erstehet und auf dem Tempelberg ein Rabban Gamliel wieder die Jahressitzung leitet, die die Nähe oder Ferne des zu erwartenden Frühlings ermisst, und dann durch seine Sendboten den Brüdern den Frtedensgruß entbietet: ״Wir haben die Zeit in ihren Frühlingsanzeichen geprüft und haben dem Jahre ei- Neu Monat beigefügt" לאוונא בני ־ ־ שלומכון יסגא לעלם מהודעין j אנחגא לכו; תוזליא רכיבי; ואימריא ערקין הימנא דאביבא לא מטא ושפרא מילחא באגפי ובאגפי חבריי;ואוסיפיח על שתא רא יומין תלתין: — — Inzwischen ist auch uns der Adar der Monat, der das Herz den freudigsten Stimmungen öffnet, und vor Allem ein Schaltadar ist so ganz geeignet alle die Gedanken und Hoffnungen ans der winterlichen Einhegung unseres Gemüthes wächzurufen, die auch un-

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