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Jeschurun · 1859-02-01 · Heft 5 (Februar 1859) · p. 256

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 5 (Februar 1859)
Article
Dr. Barclay: "Die Stadt des großen Königs" [Rezension]
Date
1859-02-01
Page
256 (sequence 7)
Language
German
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256 Dr. Barclay: ״Die Stadt des große» Königs". Zerstörung des Tempels und seien nichtjühtschen Ursprungs, was sich jedoch bet näherer Prüfung gleichfalls als unhaltbar erweis't. Walcott's Versuch, die mannigfachen Berichte der mehr phantasiereichen als genauen Araber über die wunderbaren unterirdischen, noch immer unerforschten Räume, die auf diese Erzählungen gestützten Theorien über den Ursprung und die Verbindungen der Quelle, mußten auch 'in Barclay das Verlangen erregen, den Versuch zu wiederholen und wo möglich zu vervollständigen. Wenngleich seinem Vordringen sich schließlich dieselbe Schranke entgegenstellte wie seinem Vorgänger, indem der Wasserstand auch diesmal nicht niedrig genug war, jene gegenüberliegende Felswand aus demselben hervortrcten zu lassen, so lieferte doch seine Expeditton eine ungleich reichere Ausbeute. Er hatte freilich bedeutende Vorthetle vor Walcott. Einmal war er der Zweite und nicht der Erste, , wußte also schon von vornherein, aus welche Momente vor Allem die Aufmerksamkeit zu richten; dann aber, und das fällt nicht minder schwer tn's Gewicht, war er nicht allein, sondern von seinem Sohne, dem Dragoman des Consulats und einem mit der Oertlichkeit wohlbekannten Fellah begleitet. Wichtiger als alle genaueren Messungen der verschiedenen Längen, Höhen und Breiten erscheint uns die genauere Bestimmung der Richtung des unterirdischen Ganges, ein Hauptmangel der Walcott'schen Untersuchung, dessen Compaß beim Htnab.fahren beschädigt worden war. Ohne Kenytniß der Richtung aber ließ sich die Hauptfrage, ob nämlich die Quelle, wie bisher vielfach und mit großer Zähigkeit behauptet wurde, von dem großen unerschöpflichen Reservoir unter dem Haram gespeist werde, nicht wohl entscheiden. Dieses befindet sich wie oben bemerkt über 125 Fuß östlich von der Quelle. Wäre jene Annahme richtig, so müßte der unterirdische Kanal offenbar in seiner Hauptrichtung von Osten kommen, während er nach Barclay's sorgfältiger Untersuchung fast gerade nach Süden geht. Derselbe Umstand aber widerlegt auch die Ansicht, daß er mit der, nördlich gelegenen, Jungfrau-Quelle in Verbindung stehe. — Zur Vergleichung und Ergänzung geben wir den Bericht des Verfassers tue Auszuge wieder. Oben an der Mündung war der Schaft des Brunnens viereckig und nicht volle zwei Quadratfuß groß; er wird bald noch etwas enger, dehnt sich jedoch alsdann allmählig aus und nimmt bald die

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