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Jeschurun · 1859-02-01 · Heft 5 (Februar 1859) · p. 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 5 (Februar 1859)
Article
Einige Worte über die jüdischen Religionsschulen in Deutschland
Date
1859-02-01
Page
241 (sequence 5)
Language
German
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Einige Worte über die jüd. Reügionsschnlen in Deutschland. 241 lehren muß er sie alle, ans Herz sie innig und fest ihm legen- und leer und verachtungswürdig ist die Entschuldigung: mein Schüler wird sie nie üben, deßhälb מוטב שיהי׳ שזגג ובו׳. Wer möchte, uni ihn später scheinbar zu entschuldigen — scheinbar, weil Unwissenheit im Gesetze kein Entschuldigungsgrund ist und wer in der Jugend es nicht gelernt es im Alter nachholen muß — solch' eine centnerschwere Verantwortung aus sich bürden! Wer es versucht, der zeigt eben dadurch, daß auch ihn die Liebe nicht durchdringt, daß auch er mit sich selbst im Zwiespalt. — Gern möchte ich hier abbrechen und mich der trostlosen Aufgäbe entziehen, Lehrer, die ich als Verderber der Jugend, als Ränber der heiligsten Güter der Kindesseele brandmarken muß, zu schildern, wenn nicht der Ernst der Sache mich zu dringend dazu aufforderte. Wie Uebereinstimmung des Lebens mit den Lehren diese krastiger und wirksamer macht, so vernichtet hier ein Widerspruch den ansgestreuten Samen und reißt mit der Hochschätzung des Lehrers jede Wurzel der Liebe und Hochachtung vor der Religion aus dem Herzen des Kindes. Und da glaube Niemand diesen Zwiespalt verbergen und bedecken zu können; das Kind fühlt heraus, ob es dem Lehrer Ernst ist, ׳ ob er erglüht von dem was er spricht, oder ob seine Worte Schall und Hauch ohne Seele und Geist sind. Die glänzendste Beredsamkeit vermag nicht zu täuschen, sie wird im glücklichsten Falle das Ohr bestechen, das Herz bleibt unberührt. Nur 'דברים היוצאים מן הלב ובו, daher die überraschende Wirkung der ungekünstelten, warm empfundenen Rede des frommen braven Juden. Nur wer selbst Jude ist, vermag Juden zu erziehen. Der Heuchler bildet Heuchler, die zu heuchlen verstehen, wenn es sich um ihre Existenz handelt, wie ihr Meister es gekonnt; die die Lehren im Innern verachten und verwerfen, weil ihr Vorbild verworfen und Verachtungswerth; denn der Lehrer vergesse nie, daß er als Vorbild seinen Schülern dasteht. Nach wem sollen sie sich bilden, wenn nicht nach ihm? Wer soll ihnen zur Nachahmung dienen, wenn nicht er? Gewissenhaftigkeit und treue Amtserfüllung sind Ansprüche, die wir an Jeden machen dürfen; ohne sie ist ein Reltgionslehrer ein Unding. Wir fragen, welchen Einfluß muß es z. B. auf das Kind üben, wenn ihm heute gelehrt: Zeder erfülle treu das ihm

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