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Jeschurun · 1859-01-01 · Heft 4 (Januar 1859) · p. 194

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 4 (Januar 1859)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1859-01-01
Page
194 (sequence 14)
Language
German
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194 Gmndltnim einer jüdischen Symbolik. gengesetzten Verirrung warnen sollte, hätte zu seinem Ausdruck schon j das eindringlichste und verständlichste, sowie das natürlich nächst lie- ן gende Zeichen gewählt, wenn es auch nur unsere Aufmerksamkeit j auf unser Kleid gelenkt und uns damit gesagt hätte: denke an dein i Kleid, an seinen Ursprung, an seine Bestimmung. Allein der Ztezith-Gedanke ist ja doch durch das bloße Kleid an sich nicht erschöpft, und wäre er erschöpft, wir hätten gleichwohl noch die Bedeutung des Zeichens zu ermitteln, vermittelst dessen auf! das Kleid mit feinen Erinnerungen und Mahnungen htngewiesen wird. Dazu kommt, daß nicht sowohl auf das Kleid, als vielmehr auf die ans den Kleidecken herabhängende Fadenschnur hingewiesen wird, וראיחם אוחו, ihr Anblick soll uns erinnern, warnen und mahnen — und wir haben daher jedenfalls nunmehr diese Fadenschnüre selbst, die ציצת, zu betrachten und ihre Beziehungen zu unserm Symbol- Gedanken zu suchen. Betrachten wir zuerst den Namen: ציצת, in welchem sowohl ihre Beschaffenheit als ihre Bestimmung ausgesprochen fein muß, da das Gebot einfach heißt: ,והיה לכם לציצת ,ועשו להם ציצת ״Machet euch Ziezith — und sie sollen euch werden zu Ziezith!" אין ציצת אלא ענף .אין ציצת אלא רכר היוצא ,ציץ (Menachoth 41.42) Im Grundbegriffe ist ציץ und צוץ die durchbrechende, hervordringende Bewegung, es ist die stärkste Potenz von שוש ,ם1ם ,ויו (Vergl. שמח und 5 (צמח daher heißt צוץ das Durchbrechen der Knospen und Blüthen, ציץ die hervorgewachsenen durchgebrochenen Pflanzentheile, Zweig, Blatt, Blüthe. Ebenso am thierischeu Körper Flügel, und ציצת am menschlichen Haupte, die Locke. Tropisch heißt הציץ durch ein Gitter schauen und ציץ (Vergl. das rabbtnische ויזין הכולמין, Vorspränge) das an der Stirn hervortretende Aufschriftsblech des Hohenpriesters. Machet euch Ziezith an eure Gewänder, heißt somit: machet Zweige und Blüthensprossen an eure Gewänder, lasset aus euren Gewändern Sprossen hcrvorgehen — und sagen diese Sprossen etwas anderes als: Traget nicht umsonst ein Kleid, euer Kleid blühe und sprosse, trage die Frucht, bringe das Resultat, das von ihm erwartet wird?והיה לכם לציצת, und nicht nur symbolische Sprossen eurer Gewänder, wirkliche und wahrhaftige

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