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Jeschurun · 1859-01-01 · Heft 4 (Januar 1859) · p. 191

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 4 (Januar 1859)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1859-01-01
Page
191 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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V. Ziczith. 191 daß man der eignen Bestimmung, der an uns zu stellenden Anforderung und der von uns zu hegenden Erwartung nicht entsprocheu (— heißt ja כוש überhaupt in seinen Erwartungen und Hoffnungen sich getäuscht finden: 1׳p לא יבושו und sonst, — ויחלו עד מש sie warteten bis sie sich in ihrer Erwartung getäuscht fanden, und משש einen Andern in seinen Erwartungen getäuscht sein lassen, länger ausbletben als er erwartet —), daß man sich nicht so findet, wie man sich bewußt ist sein zu sollen, wie somit das Schamgefühl aus deui doppelten Bewußtsein resultirt, und das doppelte Bewußtsein wachhält, das Bewußtsein der reinern Bestimmung und das Bewußtsein der Nichterfüllung derselben, das Bewußtsein des Berufs und der Schuld: — so erinnert das Kleid, das sie um die Bloße schlägt, an Beides, an den Menschenberuf und sein Verfehlen. Wie aber die Scham, diese Botin des Gewissens, diese Gottesstimme in uns, zugleich die Gotteshand ist, die den Gesunkenen aushebt und ihm nicht Ruhe läßt, bis er sich auf der Rückkehr zi: seinem Gotte und in der Aufkehr zu der Höhe seines Berufes befindet: so ließ Gott auch vor der verirrten Sinnlichkeit den äußern Paradiesesfrtedcn schwinden, ließ die Natur in Gegensatz zum Menschen treten. Rauh umfängt ihn fortan die Erdwelt, bietet "עצמן" Entsagung statt Genüsse ihm, auf daß er sinnlich darbend geistig frei z« werden lerne, und unter Kampf und Mühe der großen Wahrhci inne werde: nur wenn der Leib sich dem Geiste und der Geist de., Leib und sich Gott unterordnet, ordnet Gott die Erdwelt beiden un״ ter, als Statthalter Gottes steht der Mensch auf seiner Erde und mit. Paradiesesfrteden lächelt die Natur ihrem Herrscher zu. Empört sich aber der Leib gegen den Geist und der Geist gegen Gott, so steht auch die Natur feindlich ihnen gegenüber, und Dorn und Disteln reisen aus dem Acker der Menschheit, statt der Paradiesesblüthen und Früchte. Bevor aber die Paradiespsorten bis zur einstigen Wiederkehr hinter dem Rücken der Menschen zufielen und Gott seine Kinder in die rauhe Wirklichkeit stieß, ״machte er ihnen Kleider für die nackte Haut" und schützte sie gegen die rauhe Welt, die ihrer wartete. Die Scham schürzte Blätter um die Blöße, חגורוח, Gottes Milde bedeckte mit Kleidern den nackten Leib, עוד mm, und jedes Kleid 14«

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