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Jeschurun · 1859-01-01 · Heft 4 (Januar 1859) · p. 187

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 4 (Januar 1859)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1859-01-01
Page
187 (sequence 7)
Language
German
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■V, ZIczIth. 187 Fadenschnüre an unfern Gewändern dadurch schützen, daß ihr Anschauen, וראיתם אותו, uns an alle Gebote Gottes erinnere, וזכרתם את כל מצות ר', uns erinnere, daß wir mit Aug und Herz, mit allen unfern erkennenden und wollenden Kräften im Dienste eines Hoher», im Dienste Gottes stehen, dessen Diktat allein uns zu sagen habe, was gut sei und bös, nach dessen Diktat das Gute gut ist, selbst »«nu es Herz und Auge widerstrebt, nach dessen Diktat das Böse bvs ist, selbst wenn es das lüsterne Herz und Buge befriedigt, — uns aber also erinnern, daß וימיתם אותבם, daß dieses Erinnern stark genug sei, uns zur Besinnung und Erfüllung zu führen. Betrachten wir die Wirkung der Ziezith auf dieser ersten Stufe, so sollen sie uns aus dem Zustand der Herrschaft sinnlicher Begierde ° zur sittlichen Freiheit durch Selbstbeherrschung führen, aus dem Zustand thierischer Gebundenheit guv Stufe freien, sich Gott unterordnenden Menschthums. Es ist dies die Vorbedingung, die uns zum Menschen, noch nicht zum Juden macht. Auf ihr steht uns Gott nur allgemein, und nur als der über die Welt und uns gebietende Unsichtbare Dritte gegenüber, nicht אלריכם, und nicht מצוחי; sondern 'מצות ד! Allein diese allgemeine Anforderung gewinnt für uns, als Znden, eine noch höhere und umfassendere Bedeutung, da jener >msichtbare Gott in seiner Unsichtbarkeit zu unö hcrangetrcten ist, uns persönlich sein Gesetz offenbart hat, ein ganz besonderes Bnndesverhält- »iß zu uns eingegangen, unser Gott geworden ist, uns durch und durch für seinen Dienst geheiligt und zu diesem seinem Dienste uns nicht nur als Menschen, sondern als Volk in der Mitte der Völker geschaffen. Soll jeder Mensch Gottes gedenken und um Gottes Willen seine Sinnlichkeit beherrschen und Gott, nicht seine Sinnlichkeit, befragen um das was gut und böse sei: so trägt der Jude mit doppeltem Ernst diese Pflicht, so hat der Jude in noch höherem!md umfassenderem Maße, als Träger des göttlichen Bundes und des geoffenbarten göttlichen Gesetzes, seine ganze Sinnlichkeit, all sein Wünschen und Wollen Gott unterznordnen, nie die Besinnung zu verlieren, ewig Gottes als seines Gottes zu gedenken, alle seine Gebote zu erfüllen und für diese Erfüllung in Allem und mit Allcm zu jeder Zeit und jeder Stunde, ohne Schwanken und Wanken, ohne Zaudern und Bedenken bereit zu sein.

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