Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-01-01
- Page
- 186 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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186 Grundlinken einer jüdischen Symbolik. 'יתרון לארם בכל עמלו וגו u. s. w., das ist der Gegenstand seiner Spekulation. Er sucht den praktischen Werth der Dinge und Thätigkeiten für drn Menschen (zuerst sogar abgesehen von ihrem sittlichen Gehalt). Damit stehen wir aber sofort auf dem Standpunkt unserer Stelle. Denn! so allgeniein, wie wir hier dem Ausdruck begegnen, kann er eben nichts als ein Benrthcilcn der Dinge und Thätigkeiten nach ihrem praktischen Werthe für uns bedeuten. Ermitteln was für uns wünschenswerth und erreichbar ist oder nicht, urtheilen was für uns gut oder böse ist, die Erkenntnis; des Guten und Böse;!, das ist: תור, nur mit der Nuance, daß es nicht das bloße absolute Erkennen, sondern diejenige Erkenntnis; ist, die sofort im Dienste und zu dem Zwecke des Erstrebens und Meidens erlangt wird. אתרי drückt überall die Abhängigkeit, die Unterordnung, die Nachfolge, die Hingebung an die Leitung des Andern ans. So מוכית ארם אתרי ,מלאו אתרי (Prov. 28), ,סור מאחרי ד' ,לא תה־ה אתרי . רבים לרעות ,אחרי רבים להטות ,היה לב ישראל אתרי אבשלום לא תתורו אתרי לבבכם ואחרי עיניכם heißt demnach: Bildet keine Nrthetle (über Dinge und Handlungen) nach eurem Herzen und enren Augen! Schätzet oder verwerfet:,icht Dinge und Handlungen nach der Meinung eures Herzens und eurer Augen! Ueberlasset euch bet. der Wahl und Verwerfung von Dingen und Handlungen nicht eurem Herzen lind euren Augen! Lasset euch bet der Erkenntniß des Guten und Bösen nicht von eurem Herzen und euren Augen leiten! Nennt nicht gut, wonach euer Herz strebt und euer Auge sich sehnt! Nennt nicht bös, was eurem Herzen und euren Augen widerstrebt! אשר אחריהם אתם זוגים ,אשר אתם זוכים אתריהם: denn im Dienste und unter Leitung des Herzens und der Augen brechet ihr Gott die Treue! Das ist also der Zustand, welchem Ziezith cntgegcntreten sollen. Es ist der Zustand des instinktiven Menschen, der in den Banden seines Herzens und seiner Augen liegt und keinen höhern Codex für seine Willensbestimmung hinsichtlich der Wahl von Gütern und Handlungen kennt, als die Diktate seiner Wünsche und seiner sinnlichen Reize. Vor diesem Urtheilbilden nach Herz und Auge sollen uns die