Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1859)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1859-01-01
- Page
- 185 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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v. Ziezlth. 185 dies ist die positive Seite, und zwar tritt dieses Positive in einer doppelten Potenz auf, zuerst in dem soeben angeführten Satze, der aber selbst mehr in demNegativen als in demPosittven seine Bedeutsamkeit haben muß, da eben jener negative Satz als sein Resultat im Verhältniß der Wirkung zur Ursache steht, und dann in dem selbstständig folgenden, das Ganze abschließenden Positiven: למען תזכרו ועשיתם אח כל מצותי והייתה קדושים לאלריכם! Wollen wir das Gebiet finden, in welches das Symbol der Ziezith eintritt um dort seine Wirksamkeit zu üben, so müssen wir zuerst die negative Seite erwägen, denn eben sie zeigt uns den Zuflanb eines Verhältnisses, in welchem der Gedanke des Ziezith-Symbols nicht seine Wirsamkett geübt. Zuerst denn dieses Negative! Hier begegnen wir zunächst dem Ausdrucke: תור, und dieser Ausdruck ist hier um so charakteristischer, da er — außer eine:» Paar Mal in Koheleth, — nirgends weiter in so allgemeiner, ethischer oder spekulativer Bedeutung, sondern stets nurin ganz specicll konkreter Beziehung auftritt. Vergleichen wir sämmtliche Stellen, in denen diese Wurzel vorkommt, so bezeichnet dieselbe überall ein Prüfen und Erforschen der Eigenschaften und der Beschaffenheit von Gegenständen in ihren Beziehungen zir uns. Es ist nicht ein Ermitteln dessen, was die Dinge an sich sind, sondern was sie für uns sein können. So vorzugsweise תור ארק, ein Land auskundschasten, d. i. die Feststellung ciites Urtheils darüber suchen, was das Land uns zu gewähreu im Stande sei, und ob und wie es von uns zu erlangen wäre, also überhaupt: wie es sich zu unfern Wünschen und Kräften verhalte, ob es wünschenswert!) und erreichbar sei. So auch: יתור הרים מרעהו Hiob 39, 8, vo:l dem freien Waldthier, was es auf Bergen erspähet ist seine Weide, was es für sich wünschenswertst und erreichbar findet. So heißen auch, Könige I, 10, 15. die wandernden Kanfleute, die überall das Nutzen versprechende Käufliche aufsuchen, die Hansircr, תרים. Auch im Koheleth tritt es wohl kaum aus dieser Bedeutung hinaus. Er sucht ja nicht eine metaphysische Kenntniß der Dinge, noch viel weniger des Dinges an sich; sondern die praktische Erforschung dessen, was die Dinge für uns zu sein vermögen, חרתי בלבי וגו' עד אשר אראה אי זה טוב לבני האדם אשר יעשו וגו׳ ,מה