Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1859)
- Article
- Teweth
- Date
- 1859-01-01
- Page
- 178 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Teweth. jüdischen Kreisen und bei lebendigster, aufrichtigster Betheiligung an allen die Wohlfahrt der Staaten fordernden Werken man doch מדם לא יתחשב, man doch sich das Bewußtsein der jüdischen Stellung und des jüdischen Berufs lebendig erhalten könne, eben nur in der jüdischen Pflicht die Gränze unserer Betheiligung am Völkerleben zu finden vermöge, und mitten auf der öffentlichsten Bühne des Bölkerlebens nicht nur nicht aufzuhöreu habe Jude zu sein, sondern eben dort die ganz eigentliche Fülle der jüdischen Wahrheit zum Heile der Menschheit zu bethätigen berufen sei. Wie wir das bauernbe Ende des Galuth herbeizuführen vermögen? Wie wir das Unsrige thun können, damit wenigstens unsere Kinder, unsere Enkel sich einer dauernden Freiheit und Gleichheit in Mitte der Völker zu erfreuen haben mögen? Wenn wir sie für diese Freiheit und Gleichheit erziehen, wenn wir sie alles wahrhaft Menschenwürdige und Reine, das bereits unter dem jüdischen Strahl des Stnaiseuers im Völkerleben gereift, achten und schätzen lehren, wenn wir ihnen aber zugleich so klar, so tief und so warm das Bewußtsein der alle andere Menschengröße weit überstrahlenden Herrlichkeit ihres jüdischen Daseins und ihres jüdischen Berufes anerziehen, daß sie von keinem sonstigen Lichte geblendet, von keinen sonstigen Reizen verlockt zu werden Gefahr lausen, daß sie in allen sonstigen Herrlichkeiten, in allen anderweitigen Siegen des Menschlichen und Wahren nur die Triumphzüge des jüdischen Geistes begreifen und darum aus der freiesten und glänzendsten Bühne des Lebens nicht nur einen Stolz darin setzen werden Juden zu heißen, nicht nur ein Mal die Phrase im Munde führen werden: ln religion juive que j?ai l’honneur de nommer la mienne, sondern auf der freiesten und glänzendster: Bühne des Lebens ihren Stolz und ihre Seligkeit darin finden werden, als Inden zu leben! Nicht aber wenn wir nach Art der modernen Weisheit und des Pfaffentrugs heutiger ״Priester und Propheten", das künftige vermeintliche Völkerleben unserer Kinder als Maßstab ihrer Erziehung nehmen, Jenes das Absolute sein lassen und das jüdische Dasein und den jüdischen Beruf das Bedingte, aus dem jüdischen Dasein und dem jüdischen Berufe Alles als antiguirt hinauswetfeu, was nur irgendwie den Weg zu der ersehnten völkerthüwlichen Carriere erschweren könnte, und das Zudenthnm unserer Kinder und