Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-12-01
- Page
- 138 (sequence 12)
- Language
- German
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138 Zur jüdischen Schulftage,!v, könne, daß es vielmehr in dieser Beziehung alle beherrschen, sie alle in gewissem Grade dazu in seinen Dienst nehmen müsse. Der Geist, der den Gesammtunterricht durchdringt, er allein kann es auch erst möglich machen, jenes Ziel anzustreben. Denn freilich, wo dies nicht der Fall, wo die nothwendigen Elementarvorstellungen nicht gebildet, wo in den Mittelklassen das Kind an die Betrachtung von Verhältnissen wie die in Rede stehenden gar nicht, auch nicht in elementarer Weise, gewöhnt und dadurch geübt worden; kurz für den in dieser Beziehung völlig ungebildeten Schüler werden, dies gestehen wir völlig zu, nicht blos einige sondern wohl die meisten der angeführten Fragen wett über seinen Horizont, weil ganz außerhalb desselben, liegen. Nach unseren Eingangs gewonnenen Sätzen wird sich allerdings auch selbst in diesem Falle aus dem angedeuteten elementaren Wege der Analyse ein Verständniß erzielen lassen — ein Verständniß jedoch, das an Tiefe und Innigkeit himmelweit von dem für unsere Zwecke nothwendigen entfernt wäre. Bei einem solchen Verständnisse würden wir Denjenigen vollkommen Recht geben, die uns entgegen hielten, die Sache selbst müsse, selbst wenn sie deutlich geworden, dem Geiste des Schülers gleichwohl eine völlig äußerliche und fremdartige geblieben sein. So hielten wir es für einen verfehlten Versuch, wollte man in der obersten Klasse ohne weiteres z. B. an die Erläuterung des zweiten Beispiels*) gehen. Wenn aber bereits beim ersten NMN-Unterricht, z. B. gleich da wo das Kind erfährt, daß der Mensch nicht bloß בדמות sondern auch 'בצלם אלק erschaffen^ es darauf aufmerksam gemacht wird, wie die Thorah uns somit hier lehrt,wie auch der Körper des Menschen etwas höheres als der des Thteres,daß dieselben Funktionen, die der Mensch mit dem Thiere gemeinschaftlich habe, deßhalb bei ihm doch etwas ganz Verschicdcnes seien (— der Funtamentalpunkt, der gleichwohl sich in dieser Weise schon dem kindlichen Bewußtsein klar machen läßt; man erin- *) ״Das Vcrhältniß von Körper und Geist nach der Lehre der Thora nicht ״Gegensatz, als ob etwa Ertödtung des Einen das anzustrebende Ziel, sondern Har- ״Monte; Wethe und Dignität auch des Körpers. Was ist nach jüdischer Lehre »ic ״Erbsünde? der Teufel? Diametralster aller Gegensätze zwischen שטן uttb Satan. ״Sittliche Freiheit des Menschen, aller — nicht blos der beschnittenen." A. a. O. S. 835.