Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-12-01
- Page
- 137 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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von vr. M. Hirsch. 13? | bendigkeit theilhafttg werde, mit Her das Neue stets Urkfgefasst wird, j Ja, wir dchanpten, die Auffassung und Aneignung selbst wird, ganz! abgesehen von dieser Vervollständigung des Inhalts ans jeder Stufe eine | innigere und lebendigere sein. Das Kind erinnert sich der geistigen! Steigerung, die es Lei der Mtttheilung empfunden, es steht jetzt noch mehr ein, wie wahr, wie ״schon" 'die betreffende Vorstellung sei, , und jene Erinnerung selbst trägt dazu bei, daß es dies jetzt um so! tiefer fühlt. Ferner: die betreffende Vorstellung hat in der Zwischenj zeit in dem Kinde geschlummert, — wenn wir uns dieses bildlichen, \ höchst unwissenschaftlichen Ausdrucks bedienen dürfen, — sie ist nicht i ins ׳Bewußtsein wachgerufen worden. Inzwischen jedoch hat der geistige j Horizont des Kindes sich erweitert, es fallen mehr concrete Ver-! hältnisse aus dem Gebiete der Natur und der Geschichte in seinen Ges sichtskreis; auch die es unmittelbar Umgebenden Personen und Sachen; durchschaut es tiefer in ihrem Wesen und ihren wechselseitigen Beziehungen zu einander: sollte da die bisher schlummernde Vorstellung, soj bald sie ihm nun wieder ins Bewußtsein gerufen wird, nicht ganz von selbst, auch ohne daß sie erweitert oder vertieft würde, Unmittelbar an der inzwischen eingetrctenen geistigen Forderung Anthetl nehmen, indem das Kind von selbst das, was es früher nur auf einen engeren Kreis von i Anschauungen und Verhältnissen beziehen konnte, bci'm ersten Jnnewerden, ohne Zuthun des Lehrers, auch auf die inzwischen in den Bereich seiner Erkenntniß getretenen Dinge überträgt? Und wird nicht durch die dabei unfehlbar empfundene Steigerung die Ausfassung eine innigere sein? Wir sind absichtlich etwas näher auf diese scheinbar von unserem Gegenstände sich etwas entfernenden Erwägungen eingegangen. Es dürfte aus ihnen erhellen, einen wie geordneten, allseitig erwogenen Plan wir in Aussicht nehmen, wenn wir in solcher Weise eine Einwirkung der Schule auf die allgemeine Lebens- und Weltanschaung des Kindes nicht dringend genug befürworten zu können glauben. Angedentet dürfte ferner zugleich damit sein, wie viel Kraft und wieviel Zeit wir diesem Streben zugewandt voraussetzen,wennwir die Behauptung wagten, Wohl keines der von uns zufällig gewählten Beispiele werde die Fassungskraft unserer Schüler übersteigen. Endlich ergiebt es sich jetzt von selbst, daß das Anstreben dieses ׳Zieles nicht einer bestimmten Klasse, etwa der obersten, zugewiesen werden