Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-12-01
- Page
- 139 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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»Ott vr. M. Hirsch. 139 nere nach der etnenSeitc nur tn geeigneter Weise an dieSchamhaftigkctt, und komme z. B. nach der andern nur mit dem geistvollen Aperou, daß freilich auch die Thiere essen so gut wie der Mensch, daß aber noch kein einziges jemals — ברכה gemacht habe —), daß diese Heiltgung des Körpers im Genüsse von der Thvrah befohlen; daß später die ll'pm daran anknüpsen; wenn in ähnlicher Weise bei dem ersten Gesetze, welches dem Kinde tn der Thorah entgentritt, dem Beschneidungsgebvte, an dies Verhältniß angeknüpft wird, ebenso in den folgenden Klassen bei den Speisegesetzen, später bei den Opfern (im Allgemeinen, am Verständlichsten bet den שלמים insbesondere —) und מעשר שני unb all den unzähligen andern Stellen die ein Eingehen auf dies Verhältniß nicht sowohl gestatten als vielmehr fordern; kurz wenn so der Unterricht von dem בראשית in der fünften bis zu ישעי/ הושע, מיכה, איום u. s. w. in der ersten Klasse Ein großes Ganze bildet; wenn endlich — ganz abgesehen von der aus den andern Gegenständen, namentlich der deutschen Lektüre zu gewährenden Hülfe — vor allem auch im Geschichtsunterrichte in seinen verschiedenen Abstufungen die Aufmerksamkeit des Kindes in dieser Richtung geweckt worden ist, wenn die ganze große Reihe von mächtigen Völkern und weithin gebietenden Staaten an seinem Auge nach und nach vorübergezogen sind, die einer nach dem andern in sinnlicher Entartung den Todesgang gingen, und aus der andern Sette die kläglichen Folgen der entgegengesetzten Ausschreitung nicht mit Stillschweigen übergangen sind —: so, meinen wir, dürste sich das Verhältniß in den oberen Klaffen denn doch vielleicht ganz anders gestatten. Das Resultat wäre dann nur aus völlig vorhandenen Faktoren zu ziehen, die tief im Gedankenleben des Kindes wurzeln und mit ihm bereits innig verwachsen sind. Wir müssen uns hier mit diesen Hindeutnngen begnügen. Wenn das Ausgesührte und das blos Angedeutcte hinreichte, zu zeigen, daß die Frage, ob ein gegebenes Verhältniß zu abstrakt, oder complicirt oder dem Gedankenkreise des Kindes zu sernliegend sei um in der Schule behandelt werden zu können, sich nicht nach dem ersten Anblick entscheiden lasse, diese Beurtheilung vielmehr Sache reiflicher lieberlegung sei, und daß zweitens bei einer umsichtigen und einsichtsvollen, aus verschiedene Klassen und Stufen und Gegenstände vcrthetlten Be- Handlung, die Zahl der Dinge, die ״zu schwierig" sind, ׳sich erstaunlich verringere; wenn es uns gelungen wäre, jedenfalls doch einen Zweifel an