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Jeschurun · 1858-12-01 · Heft 3 (Dezember 1858) · p. 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 3 (Dezember 1858)
Article
Kislew
Date
1858-12-01
Page
123 (sequence 11)
Language
German
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על הנסים 123 (Jirmijah), ״die neue Zukunft, die Gott schafft, laßt er in der Gegenwart wachsen", ״bevor Alles wächst verkündet er es uns", ״die Himmel triefen von oben und die Wolken rieseln Recht, und die Erde öffnet ihren Schooß und zusammen zeitigen sie das Heil; aber Gerechtigkeit ist's, die Beides wachsen läßt, und Gott ist's der dies geschaffen"; ״denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel herabsteigt und dorthin nicht wiederkehrt ohne die Erde getränkt und zur Geburt und zum Wachsthum gebracht und Saat dem Säemann und Brod dem Speisenden gespendet zu haben: also ist mein Wort, das aus meinem Munde geht; es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne vollbracht zu haben was ich gewollt, und ohne ausgcführt zu haben, wozu ich es gesendet" (Jesaias). Somit ist das Heil, das wir zu erwarten haben, nicht ein so plötzliches Jcziath-Mizrajim-Wunder, das wie ein "׳Mps -!PS״ wie ein gleichsam erwachter Gottesgedanke blitzesgleich in die Gänge der Zeit hineinfährt und mit seiner niederschmetternden Allmacht und seinem Auferstehungswunder die Gestaltung der irdischen Dinge plötzlich umwandelt: sondern es ist eben מרו!!, ein Gewächs der Zeiten, längst, wie David's Testament begeistert spricht, ״in Allem vorbereitet und bewahrt, selbst ehe man es wachsen steht". Ein gottgeöffnetes Auge sieht daher die Geulah in jeder Zeit, an jedem Tage wachsen. Zweitausend Jahre, lautet der Weisen Wort, dauert die Mcssiaszeit, 9 ע״ן) אלפים ימות המשיח a.), Gott fördert unablässig sein Werk, אלה הדברים עשיתים ולאי עוכתים (Jes. 42, 16); gleichwohl wird die Menschheit überrascht, gleichwohl kommt ihr die Erlösung plötzlich. Denn weil sie das Heil da sucht, wo sie es unaushörlich verliert, von materiellen Größen geblendet kein Auge hat für die still und im Bescheidenen wachsende, einzig siegreiche, geistige Saat, wandelt sie blind ihrem Heile entgegen. ״Blind führe ich sie auf einem Wege, den sie nicht erkennen, auf Pfaden, die sie nicht merken, leite ich sie zum Ziele, und mache dann plötzlich das Dunkel vor ihnen zum Lichte und die Umwege zur Ebene. Diese Dinge habe ich fortwährend gestaltet und habe nimmer von ihnen gelaffen" (Jes. das.). Ueberrascht sprechen dann die Fürsten der Erde: ״Wer hat geglaubt was wir von jeher gehört! Und an Wem hat sich Gottes Arm offenbart! Wie eine Saugfaser wuchs es vor ihm auf, und wie

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