Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1858)
- Article
- Kislew
- Date
- 1858-12-01
- Page
- 119 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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על הנסים 119 gelegt, (חורה v. הרה nicht ירה), und Jahrtausende find nöthtg bis die göttliche Kraft dieses geistigen Keims alles Geistige und Materielle dieses Volkes völlig bewältige, sich als gefügigen Stoff unterthäntg mache und dann in der Einzel- und Gesammtgestaltung desselben als der עץ חיים, als der Baum des Lebens also verwirklicht dastehc, wie cs seine Grundlinien und Vorschriften für dieses Leben in allen seinen Verzweigungen bedingen. Die Geschichte dieses Volkes ist fortan nichts anderes, als die Geschichte der Arbeit der Thorah an Israel, als die Geschichte der Kämpfe und fortschreitenden Siege dieses göttlichen Gesetzes über den mehr und minder widerstrebenden Volksstoff, nichts als die Geschichte des Wachsthums der Thora in Israel, oder vielmehr Israels in der Thora. Denn es hat sich nicht die Thora an Israel, sondern Israel an der Thora und durch die Thorah zu entwickeln; und eben in der unverwüstlichen, trotz häufig scheinbarer Rückschritte doch stetig fortschreitenden siegenden Kraft des göttlichen Wortes in Israel, die selbst über den Untergang ganzer Volksgeschlechter unverwandt ihrem Blütheziel in der Zukunft cntgegenschreitet, liegen fortan die glänzendsten Offenbarungen des Gotteswerkes in und an Israel. Wie aber die Siege des Thorageistes über Israel den Inhalt der inneren Geschichte seit seiner gottgeweckten Auferstehung zur Selbstständigkeit aus egyptischen Sklavenboden überhaupt bilden, so treten diese fortschreitenden Siege in immer merklicher» Zügen vor Allem seit seiner zweiten Auferstehung unter medisch-persischer Aegtdc hervor, die eben weil sie nach staatlich materieller Sette hin unvollendet blieb und immer mehr und mehr in Verlust gerietst, der geistigen Bewältigung des jüdischen Individuums einen um so größern Spielraum eröffnete, je mehr in immer fortschreitendem Maaße der stattliche Halt verloren ging und selbst die materielle Existenz zu einem fortgesetzten Wunder wurde. Und eben — für unser Bewußtsein — mit dieser Zeit beginnt auch die Heller und immer Heller werdende Siegesbahn des Israel anvertrauten göttlichen Wortes in Kreisen der nichtjüdischen Menschheit. Während die Jahrtausende der jüdischen Geschichte Jsrael zu immer reinerem und treuerem Herolde dieses Wortes erziehen, streut es bewußt und unbewußt schon auf seinem Wege Lichtkeime dieses Wortes in den Schooß der einst gleich ihm für dieses