Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 2 (November 1858)
- Article
- Dr. Barclay: "Die Stadt des großen Königs" [Rezension]
- Date
- 1858-11-01
- Page
- 100 (sequence 3)
- Language
- German
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00י1 Dr. Barclay: ״Die Stadt des großen Königs׳ crtttrale ünd -höhere Thekl jedoch ist Mud. Die Kuppest die das I Gebäude krönte wird -an Schönheit und Symmetrie Wohl von ׳keiner I andern übcrtroffen^ und der hohe bronzene Halbmond, der das ganze! überragt,: giebt ihm einen schönen ׳architektonischen Abschluß: . Die I Kuppel scheint ebenso ׳wie das Dach des sie umgebenden Gebäudes! mit Kupfer gedeckt zu sein; an den Seiten jedoch ist sie wie dieses I überall mit Porcelainziegeln von den reichsten Farben bedeckt, mit Ausnahme der unteren Hälfte der Seiten des Achtecks, j welche reich mit verschiedenfarbigem Marmor in verschiedenen! Mustern ansgelegt sind. Ein sehr mattes Licht fällt durch 16 Fensters vom herrlichsten gemalten Glase, von denen der gewölbte Theil! des Gebäudes durchbrochen ist. Das untere Stockwerk ist 46' hoch und hat an jeder Seite? Fenster, gleichfalls von gemaltem ׳Glase, im Ganzen also 56 *;). Gerade oberhalb der Fenster ziehn sich zahlreiche Auszüge aus dem Koran in großen türkischen Buchstaben um das ganze Gebäude. Vier Pforten und eben so viele Säulengäuge, jede einem wichtigen Punkte gegenüber, führen hinein; die südliche bildet den Haupteingang. Die Kuppel wird von vier massiven Pfeilern und zwölf auf Säulen ruhenden Bogen getragen, innerhalb deren der berühmte Fels (Sakhrah) sich befindet, dem das Gebäude seinen Namen und seine Berühmtheit verdankt. Er ist von einem vergoldeten eisernen Gitter umschlossen und von einem ungemein reichen Prachthimmel aus carmoisinrother Seide verhüllt. Um diesen inner» Bau best»- studet sich ein achteckiger Corridor, und um diesen, nur durch acht Pfeiler und sechszehn Säulen getrennt, ein anderer, der äußere, dreizehn Fuß weit. Die Säulen sind größtentheils aus röthlichem Marmor oder Porphyr, mit vergoldeten corinthischen Capitälern. Die > Deckedes oktagonalen Theiles ist mit großen vergoldeten Rosetten ornamentirt; unter dem innern Theile der Kuppel war jedoch nicht Licht genug unt die Goldverzierungen in der Höhe nach ihren verschlungenen Mustern näher erkennen zu können. *) Die Bogen dieser Fenster laufen von Außen leicht in eine Spitze aus, aber nur der äußere Ziegelbeleg giebt ihnen diese Gestalt, da die Höhlung in der Mauer selbst eine halbkreisförmige *fft.. Jedoch nähern sich auch im Innern die Fenster elwaS dem SpHbogeü.