Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 2 (November 1858)
- Article
- A. Haesters' Lehr und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
- Date
- 1858-11-01
- Page
- 84 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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84 A. Hcusters' Lehr- und Lesebücher für Israel/Schulen. Bearb. von E. Hecht. men herbeige -- wir wollten schreiben gelogen wird; denn in der Thal verdiente es nichts besseres; da an der Stelle Hunde, nicht Bettler beschrieben werden; — wahrlich, die Hand die Dieses hinschreiben konnte, die unseren Kindern in hungernden Armen etwas anderes als einen Gegenstand des tiefsten Mitleids zeichnen konnte, in deren Puls schlägt kein jüdisches Blut. Zur Ehre des Verfassers erkennen wir in allen diesen archäologischen Notizen nur Excerpte aus andern biblischen archäologischen Handbüchern. Aber auch nachschreiben sollte ein Jude, ein jüdischer Lehrer Solches nimmer. Wir hätten noch Manches auf dem Herzen, glauben aber schon zu lange die Geduld unserer Leser in Anspruch genommen zu haden. Es ist nicht die Arbeit selbst, es ist der Gegenstand, die Aufgäbe, die sie sich gesetzt, der wir unsere volle Aufmerksamkeit schuldig zu sein glauben. Dieser Gegenstand ist ein so wichtiger, und die Ausgabe, unserer Zugend nach allen Seiten hin gesunde Nahrung für Kopf und Herz zu bieten ist eine so schöne, daß wir trotz aller Mängel, die wir an der Arbeit des Herrn Verfassers zu rügen hatten, ihm für sein Streben und Wollen Dank wissen. Möge ein Anderer die Adee aufgreifen und sie besser und glücklicher lösen als es dem Verfasser gelungen. Eben in Hinblick auf eine solche künftige Arbeit haben wir mit unseren Rügen auf Klippen Hinweisen wollen, an welchen eine solche Arbeit schertert. Eine solche Klippe liegt auch in solchen archäologischen Notizen, mit denen z. B. der Verfasser sein Lehr- und Lesebuch bereichert. Was nur aus der Kunde des .Morgenlandes" zur Aufklärung der Bibel herbeigebracht, darf nur mit großer Vorsicht benutzt werden. Zu sehr hat man dabei auf die Stabilität und Gleichförmigkeit des Orients gefußt, hat, was man jetzt im Orient fiubet, leichten Muthes y auf eine um viele Jahrtausende zurückliegende Vergangenheit, und von dem ersten besten morgenländischen Volke auch auf die früheren Juden übertragen, ohne §u bedenken, daß namentlich aus dem Boden des jüdischen Gesetzes sich ganz andere Sitten und andere Zuständehaben entwickeln müssen. Dazu kommt, daß ben meisten bisherigen biblischen Archäologen die Kunde des Talmuds größtentheils völlig entgangen, die jedenfalls, von welchem Standpunkte man auch den Talmud anschauen möge, für die Erkenntniß der biblischen Zustände eine viel nähere- und verwandtere Quelle eröffnet. Gleich die erste Notiz von de cn gt ch I le L li Q C 1 t