Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 2 (November 1858)
- Article
- A. Haesters' Lehr und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
- Date
- 1858-11-01
- Page
- 85 (sequence 19)
- Language
- German
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2. Das Lehr׳ und Lesebuch. echt. der tcht inlas ttc, er-S pte 4- >on haiifal- -nd ch- E0H Üm. nd 'ick en eim, rt. -er n. >es!es on uen en en;זז niel : on den Hunden und Bettlern, mit denen der Verfasser seine archäologischen Mitteilungen eröffnet, und auf die wir hier wieder zurückgekommen, ist die ernsteste Mabnung zur Vorsicht bei allen ähnlichen. Welch ein Bild erhalten da unsere Kinder von Judcüs Städten, von Jerusalem, der Gottes- und Kvnigsfladt! Murrende Bettler! Heulende Hunde! Aas und Auskehricht und den Hunden vorgeworfene Leichen der Gerichteten! In Juda, den! speeifischen Volke der Menschlichkeit gegen Lebende und Tobte, gegen Menschen und Thiere, dem das : פתוח הפחח את ידך und das כי קבור חקבינו vom göttlicheil Gesetze ins Herz gedrungen und dem schon das בנבלתם לא תגער, eine reinhaltende Straßenpolizei zur Nothwendigkeit gemacht haben dürste. Ja, nicht einmal der erste Satz: Im Morgenlande wird der Hund nicht als Begleiter des Menschen gehalten u. s. w. mag ohne weiteres wahr sein. Kethuboth 60 a. finden wir junge Hunde als Zeitvertreib vornehmer Damen (siehe Aruch Art. נר XI.). — קשורה בו ככלב es folgt ihm wie ein Hund, ist Sotah 3, Tropus für eine unzertrennliche Begleitung, — וישם ר' לקין אות רב אמר כלב ומסר לו in Bereschith Rabba zeigt auch den Hund als schützenden Begleiter des Menschen, und die Sätze: לא יגדל ארם כלב ר-1 בתוך ביתו, Baba Kama 15 b. und 83 a. (Vgl. Tur. CH. M. 409). ארמלתא לא חרבי כלבא Baba Mezta 71 a. lassen, wie uns scheint, zur Genüge den Hund als Hausthier in ganz ähnlichem Verhältniß wie bei uns erscheinen. Wir wollen dieses alles hier nicht weiter urgiren, wollten vielmehr nur gleich bei der ersten archäologischen Notiz zeigen, wie bei einem gründlichen Eingehen in diese Dinge die Wahrheit so mancher derartigen Angaben noch sehr in Frage gestellt werden dürfte. Wir übergehen die ״Rabbinischen Sprüchwörter", die seltsamer Weise der Verfasser immer unter der UeberschrifL ״Ein Dutzend rabbinischer Sprüchwörter", ״Ein halbes Dutzend rabbinischer Spruch- Wörter" giebt, so auch den Anhang ״die jüdische Religionslehre für Anfänger", deren Betrachtung uns zu weit führen würde. Wir glauden nur noch hinsichtlich dieses Lehr- und Lesebuchs bemerken zu müssen: Der Verfasser hatte sich die Aufgab׳ gestellt das confesstonelle Christliche aus dem Buche zu entfernen und dafür confesstonell jüdische Elemente aufzunehmen. Von solchen confesstonell jüdischen Elementen hat aber sein Buch wenig aufzuweisen. Das wirklich confessiouell jüdische Element, wie es im Leben der Juden zur Au-