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Jeschurun · 1858-11-01 · Heft 2 (November 1858) · p. 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 2 (November 1858)
Article
A. Haesters' Lehr und Lesebücher für israelitische Schulen [Rezension]
Date
1858-11-01
Page
81 (sequence 15)
Language
German
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L. Das hehr- und Lesebuch. 81 israelitische Schulen bestimmten Bearbeitung wäre die die jüdische Küche charakterisirende Scheidung der Milch- und Flctschgeräthe zu bemerken gewesen, und wenn denn Alles darin genannt wird, wäre auch der Einwässerungskübel und das Salzbrett für das Fleischkoschermachen zu nennen gewesen. Wenn ferner bei dieser Gelegenheit die Mahnung gegeben wird: ״Zn einem Hause müssen alle Gegenstände eine bestimmte Stelle haben, immer recht rein und sauber gehalten und vor Beschädigung in Acht genommen werden", so wäre cs wohl auch an feiner Stelle gewesen, jüdische Kinder zugleich an die Achtsamkeit auf Koscher und Tresah in Handhabung der Geräthe zu erinnern- Wer hier die Nase rümpft hat cs nie selbst erfahren, wie eben dem jüdischen Kinde, das von früh an sich zwischen Jffor und Hetther bewegt, dadurch das regste Pflichtgefühl und jenes זהירות, jene gewissenhafte Achtsamkeit anerzogen wird, die nach der ewig wahren Lehre eines Pinchas d. Zair die erste Vorstaffel zu allen künftigen Tugenden bildet. Drei, vier Mal wird in den ersten vierzehn Seiten beschrieben was Dilles in und an dem Schulgebäudc, dem Schulzimmer, dem Hause, der Wohnstube, dem Schlafzimmer sich befindet und ein jüdischer Lehrer, der für die jüdische Jugend ״zur Vergeistigung und Weihe des irdischen Strebens", ״zur Auffassung der gewöhnlichen Verhältnisse des Lebens im rcligiösen Sinne" schreiben will, hat die paar Tropfen Tinte nicht übrig, das kleine Wörtchen: Mesu sah zu schreiben'. ״Beherzigenswerthe Hausinschriften sind:" lesen wir zum Schluß, ״Dieses Haus steh' in Gottes Hand, der Herr bewahr's vor Feuer und Brand; und Alle, die gehen aus und ein, laß dir, v Herr, befohlen sein!" Also diese klipp klappende Gesangbuchsleier ist beherzigenswerti׳; aber die Hausinschrift, die der Herr selbst geboten, an der er erkennen will, daß wir das Haus ihm geweiht, in welcher er uns sagt was das HauS uns sein soll, und deren Inhalt einen ganzen Leipziger Meßkatalog, dieses für israelitische Schulen bearbeitete Lehr- und Lesebuch sammt allen Reim und Reimlein mit inbegriffen, tausendfältig auswiegt, diese göttliche Hausinschrtft existirt nicht in dem AnschauungSberetch eines für israelitische Schulen arbeitenden jüdischen Lehrers!!! Unter dem Geiste des ודברת בם, des 'בשבתך בביתך וגו' ושננחם'וגו וכתבתם וגו dieser Inschrift wäre denn auch der Artikel: ״Der Mensch und das Haus (die Familie) ein

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