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Jeschurun · 1858-11-01 · Heft 2 (November 1858) · p. 62

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 2 (November 1858)
Article
Cheschwan
Date
1858-11-01
Page
62 (sequence 6)
Language
German
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62 Cheschwan. Wirklichkeit, daß ja ursprünglich jeder einzelne Jude, nach gesetzlicher Praxis aber jede drei Juden, שלשה הדיוטות, ohne weitere besondere Bevollmächtigung das Gesetz Namens der Gesammtheit gegen jeden Einzelnen zu vertreten bevollmächtigt sind und als Civilgcricht jeden Einzelne!: vorladen, beurtheilen, vernrtheilcn, und zur Erfüllung des gesetzlichen Rechtes anzuhalteu befugt und vermögend sind. 1שלשה הדיוטות רגין את האדם בעל כדה, Insbesondere bedeutsam tritt der Begriff der jüdischen ״Gemctnde" bet den höchsten Momenten der jüdischen Lebensaufgabe hervor, sei es, daß es gilt die höchste Pflicht der jüdischen Besttmmung durch That zu vollbringen, oder sich dieser höchsten Lösung im Gottesdienst zu weihen. Das Höchste, das der Mensch hat, für die Rettung des Höchsten, das Gott auf Erden gestiftet, einznsetzen, die Treue gegen das göttliche Gesetz mit dem Leben zu bezahlen, den Märtyrertod für Gott zu sterben wird — außer Religtons-Verfolgungs-Epochen — nur gefordert, ja vielleicht sogar nur gebilligt, wenn es in Mitte einer jüdischen Gemeine geschieht, wenn mindestens zehn Juden — der kleinste Kreis jüdischer Gemeinschaft — darum wissen, wenn וגקדשחי בתוך בגי ישדאל, wenn damit einer jüdischen Gesammtheit das Beispiel der höchsten Heiligung des göttlichen Namens und Willens gegeben wird, wenn gleichsam eine jüdische Gesammtheit Erbin der großen Wahrheit ist, die hier auf's Neue mit dem Blute besiegelt wird. Scheint es doch, als ob was geleistet und gelehrt wird, wahrhaft nur dann geleistet und gelehrt ist, wenn cs einer Gesammtheit geleistet und gelehrt worden. Was der Einzelne von uns empfängt, — so bedeutend auch gewiß das Wirken für den Einzelnen ist und נפש אחת מישדאל einer ״ganzen Welt" gegenüber das Gleichgewicht hält, — was wir dem Einzelnen geleistet, was wir dem Bewußtsein des Einzelnen anvertraut, ist doch nur vielleicht auf die kurze Daseins-Dauer dieses Einzelnen beschränkt. Aber nur was wir für die Gesammtheit gewirkt, was wir dem Bewußtsein einer Gesammtheit, der nimmer Sterbenden, übergeben, haben wir für die Ewigkeit gethan und gelehrt und noch den spätesten Enkeln reift die Frucht aus unserm Leben und Sterben. Ist doch das vielleicht die Meinung Jenet sinnschwercn Sätze R. Gemaliels des Sohnes R. Jehuda's Hnnnaffi: וכל העוסקים עם הצבור יהיו

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