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Jeschurun · 1858-11-01 · Heft 2 (November 1858) · p. 61

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 2 (November 1858)
Article
Cheschwan
Date
1858-11-01
Page
61 (sequence 5)
Language
German
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Dt« Gemeinde. 61 stirbt. Räumlich- und zeitlich ist nur die Gesnmmtheit im Stande das göttliche Gesetz zu tragen. Nur die Gesammtheit ist nie arm, sie kann in jeder Zeit alles erfüllen, Alles Herstellen, was die Verwirklichung des Heiligthmns, hie Vollendung des göttlichen Reichs auf Erden bedarf. Sie ist nie arm, sie hat zu Allem die Mittel, wenn ihre Glieder von dem rechten Gesammtgefühl erfüllt sind. Aber was noch mehr ist, sie stirbt nicht, alle Ewigkeit ist ihr, sie kann für ewige Zeiten schaffen, wenn sie es nur versteht ihren Geist und ihren Willen in ihrem Kreise zu vererben, und sie kann auf die Zukunft rechnen, die vollenden wird was sie begonnen, die sühnen wird was sie verfehlt, die ergänzen wird was sie mangelhaft gelassen. In der Gesammtheit stehen daher nicht nur in jeglicher Gegenwart die verschiedensten Nuancen des Seins und des Strebens ausgeglichen da, die Gesammtheit repräseutirt nicht nur in jeglicher Gegenwart den am vollendetsten vorhandenen Träger des göttlichen Gesetzes, sie steht zugleich in jeder Gegenwart da als die Wurzel aller Zukunft, als die Keime aller künftigen Größe und Vollkommenheit in ihrem Schooße bergend, sie vergegenwärtigt dem Gottesblick in jedem Momente bas im Laufe dev Jahrhunderte zur Vollendung reisende Ideal Israels, und 'אלד' גצב בעדת א und ״Gott ist gegenwärttg in der Gemeinde Gottes!" Denn nur die Gesammtheit, die Gemeinde ist ״ ,עדהdie für die Gottesbestimmung immer Bereite", nur sie in ihrer vereinigten Kraft trägt die Bestimmung und ist in ihrer Permanenz immer vorhanden. Es ist aber die jüdische Gemeinde in ihrer durch keine Stell- Vertretung zu beseitigenden Ursprünglichkeit nichts anders als die wirkliche Vereinigung aller ihrer Glieder, d. h. aller Juden, eine Wirklichkeit, die nie und nimmer zu einer bloßen Fiktion herabgebracht werden darf. Sie ist aber daher auch in jedem einzelnen ihrer Glieder zu allen Zeiten gegenwärtig; denn kein Jude ist ein bloßes Individuum, er ist wesentlich Glied der großen jüdischen Gesammtheit, und wenn er sich recht begreift, so hat er selbst sein individuellstes Etnzellebeu nur als Beitrag zu der von der ganzen Gesammtheit durch alle ihre Glieder zu verwirklichenden Aufgabe seinerseits zu lösen. Diese in jedem einzelnen Juden vorhandene Vertretung der jüdischen Gesammtheit ist von so unauslöschlicher

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