Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1858)
- Article
- Dr. Barclay: "Die Stadt des großen Königs"
- Date
- 1858-10-01
- Page
- 46 (sequence 5)
- Language
- German
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46 D'r. Barclay: ״Die Stadt Mt großen König«" des Tempels eine tiefliegende Nuelle gibt, deren Ueberfluß Iq, BacheSilvah äuSströmt, läßt sich unter den gegenwärtigen Derhältnifsen: schwer: bestimmen. Gewiß ist, daß man die reiche Wassermenge des H aram (Stätte? aus der einst der Tempel stand) einst nicht für ausreichend hielt. Wir finden deßhalb, und zwar in der bedeutenden Entfernung von 7 (engl.) Meilen, weit ausgedehnte und wohlgebaute. Reservoirs, unzweifelhaft aus dem höchsten Alterthumk -Sie nahmen das Wasser auf, welches hierher aus einer Entfernung, von — die Krümmungen mitgerechnet — . nicht weniger als 12 (engl.) Meilen durch Wasserleitungen theils überhalb theils unterhalb der Erde ihnen zugeführt wurde. Dochauch dies schien noch -nicht -hinreichend. Näher zur Stadt ward alles Wasser in zwei Behälter,! den oberen - und unteren : Gihon ausgefangen. Das. Wasser des oberen Gihon hatte, wenn dieser voll war, seineu Abfluß, in den geräumigen unteren. •— Im I v sephusiwnd in. anderen Schriftstellern wird häufig auf -tiefgelegte Wasserleitungen innerhalb und außerhalb der Stadt angesptelt. — Bei den häufigen ׳ Belagerungen, die Jerusalem im Laufe der Zetten auSzuhalten hatte, stets derselbe Verlauf — die Belagerten leiden Hunger, die Belagerer Durst. Wassermangel scheint niemals^) die Leiden der Ersteren vergrößert zu. haben, während er die Letzderen jedesmal empfindlich heimsuchte. Reichthum, Sächkenntniß und Geschicklichkeit in der Baukunst müssen ohne Zweifel den׳ früheren jüdischen Königen in einem Grade zu Gebote.gestanden haben, der von den neueren Geschichtschreibern :nicht-genügend gewürdigt worden ist, und während die Kriegsstürme, die von Jahrhundert zu Jahrhundert das. Land. verheerten, fast jedes -Denkmal::der׳-ehemaligen Größe des jüdischen Volks von der Ober-!fläche-des Bodens, hinwegfegten, bücb das, was von der National- --kraft auf die:,wahrhaft großen unterirdischen Bauten verwandt wurde, wenigstens in Ueberresten, bis aus den heutigen Tag erhalten, die die: höchste Aufmerksamkeit der Alterthumsforscher verdienen. Die . *) Dies ist nicht buchstäblich richtig, obgleich es von so-vielen Schriftstellern behauytet «ird; denn als AniicchnS Jerusalem belagerte,: ״litten die Juden einmal WGrMngeW. Joftphys Änttq. XIN, S. )