Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1858)
- Article
- Nach Jerusalem! [Rezension]
- Date
- 1858-10-01
- Page
- 38 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Z8 Nach Srntjatem! des Verfassers hervorgehoben, im zu zeigen/ daß seine Auffassung nicht immer aus Treu und Glauben hinzunehmen sei. Hier bürgt uns übrigens schon der Name des Herrn Chazan für die Unrichtigkeit der Auffassung. Nach diesem kurzen Aufenhalte treffen wir Herrn Frankl, der s inzwischen in Athen sich in den hohen und höchsten Kreisen und Gesellschaften bewegt und uns dann ganz en passant erzählt, von welch ״außerordentlicher Zartheit" das ihm von einem alten Hirten, der freilich kein Jude und daher wohl schwerlich mit den jüdischen Schlachtgesetzen vertraut ist, präsentirte griechische Lammfleisch sei, ’ der im klebrigen aber gar nicht aus der Begeisterung für griechische Alterthümer und christliche Kirchen herauskommt — im Libanon, wo ihn ״der tapfer voranschreitende kleine Führer lebhaft an Jsmael erinnert, der mit seiner Mutter verstoßen, stolz in die Wüste zieht, um die unrühmliche That des Vaters (!!) an seinen Kindern zu rächen, durch Jahrtausende" und er in Baalbeck auf der ungeheuren Fläche des alten Sonnentempels sein Zelt aufschlägt ״die Gunst des Lebens gerührt segnend, die ihn glücklich in diese erhabnen geweihten Räume gebracht hatte." Freilich die aus Gottes Geheiß vollführte That ist ״unrühmlich", die Stätte des Götzenthums aber ״erhaben" und ״geweiht"! Doch ״nach Jerusalem!" ist die Losung; so wollen wir denn nicht länger säumen und begeben uns schnell aus den Dampfer, der unfern Reisenden nach Jaffa bringt. Wir haben Eile, um noch von der Begeisterung, die ihn beim Vorgefühle des Betretens des heiligen Landes ergreift, einige Worte zu erhaschen. Wir sind so glücklich. ״Was im Schutte liegt, es wird nicht wieder auferstehcn,׳ nicht der Tempel I... -'s mit seinem blutigen Opferdienste, nicht sein funkelndes Orakel, die Urim und I Thumim, nicht der aus Zederngebälk gezimmerte Palast s der Könige." ״Die Aufgabe Israels scheint auf diesem Boden erj; füllt und waS als Fluch bezeichnet wird, es ist sein j Segen; zerstreut zu sein auf der Erde, ein ganzes apo- | stoltsches Volk." | ׳ ״Aber ist es nicht eiu kühnes Vermessen, das dich selbst |