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Jeschurun · 1858-10-01 · Heft 1 (Oktober 1858) · p. 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 1 (Oktober 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-10-01
Page
30 (sequence 18)
Language
German
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30 Grundlinim einet jüdischen Symbolik. IV. Milah. 8. verordnet. Und diese Erscheinung liegt, dünkt uns, so sehr in dem ganz natürlichen Gesichtskreise des Menschen, daß es nicht allzufern liegt sie alsMitfaktor bei der Entstehung eines Symbols zu denken. Wir haben gesehen, in welch vielfältiger Anwendung im gesetzltchen, geschichtlichen und didaktischen Theile unserer heiligen Urknnden die Zahl Sieben zum Ausdruck eines nach einander Vollendeten steht. Während für die Dinge Nebeneinander die Zahl Zehn den geschlossenen Kreis bildet, .מעשר ,ערוק, erreicht das nach einander zur Vollendung Kommende innerhalb der Siebenzahl sein Ziel. Wir haben geglaubt, diese Bedeutung der Zahl Sieben sei von dem . einzigen Werfe der höchsten Vollendung, von der Weltschöpfung abstrahtrt, die der Einig-Einzige in sieben Schöpfungstagen zur Vollendung und mit dem siebenten Tage zum Abschluß gebracht. Wir haben nach diesen sieben Schöpfungswerken noch ein achtes Gotteswerk gefunden, das freilich nicht im Kreise der Natur, wohl aber im Kreise der Menschheit-Entwickelung, aus dem Boden der Geschichte, als eine neue Schöpfung auftritt und haben geglaubt, in ihm die Bedeutung der Achtzahl und des Achten im göttlichen Gesetze zu erkennen. In dem ganzen Kreise des sinnlich Wahrnehm- Haren giebt es nun, so weit wir wissen, nur noch überhaupt eine einzige Erscheinung, die uns ebenfalls das Faktum eines in fortschreitendem Gleichmaß innerhalb einer bestimmten Umgrenzung sich Vollendenden bietet, und gerade diese einzige Erscheinung schreitet in siebenstufigem Gleichmaß zur Vollendung, kommt mit der siebenten Stufe zum Abschluß und beginnt mit der achten immer wieder denselben Anfang, aber auf einer höhern Stufe. Es ist das Reich der Töne, das diese einzige Erscheinung bietet. Jeder Ton findet innerhalb sieben Stufen seinen fortschreitenden Ablauf. Jeder siebente Ton bringt immer den, ersten Ton also zum vollständig vollendeten Abschluß, vaß darüber hinaus, der achte, die Oktave, nur eine Wiederholung des ersten, aber aus einer höhern Stufe, bildet.; Welch eine Parallele gewährt dies nicht zu der ganzen Er- Meinung der Zahlen Sieben und Acht im göttlichen Gesetze! Jeder Zustand findet mit der Zahl Sieben seinen vollendeten Abschluß und das Achte bringt den Anfang, aber auf höherer, reinerer Stufe Wieder. Der Zustand der טומאה ifl mit dem siebenten Tag zu Ende und der achte bringt den ersten, aber reiner und lauterer wieder. Der

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