Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 5 (1858-1859)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-10-01
- Page
- 19 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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19 ביום השמיני Diese letztere, speciellere Bedeutung durste wohl keine geringe Bestätigung in dem Verbum PZVN finden, das augenfällig von!שבו, Siebe» gebildet ist, und bekanntlich in so auffallender Weise mit — אם לא bejaht und mit — אם verneint. Weist das Siebente auf den unsichtbaren Gott hin und bedeutet Sieben das mit dem Unsichtbaren verbundene Sichtbare, so würde השבע in dieser reflexiven Form nichts anderes heißen, als: sich dem Siebenten hingeben, vollständiger: sich mit seiner ganzen materiellen Welt dem unsichtbaren Herrn und Meister unterstellen, sich mit allem seinem Materiellen ihm preisgeben für den Fall — אם, wenn etwas geschehen ist, geschehen wird, oder — — אם לא, wenn etwas nicht geschehen ist, nicht geschehen wird. Das Erste verneint, das Zweite bejaht. שבועה wäre somit nichts anders, als die Unterstellung seiner ganzen sinnlichen Existenz unter die Macht und das Verhängniß des unsichtbargegenwärtigen Gottes. Es wäre buchstäblich נשא שם ר׳, das ״Uebersichnehmen" des Namen Gottes, das sich unterstellen unter den Namen Gottes. Denn das Siebente wäre eben nichts anders als 'שם ד, als das symbolische Merkmal von ״Gott", und daß dieses Unterstellen seiner ganzen sinnlichen Existenz unter die Macht des unstchtbargegenwärtigen Herrn und Meisters im Eide nicht blos eine an sich leere Hyperbel, sondern daß sie ein wirkliches und wahrhaftiges Einsetzen dieses ganzen leiblichen Daseins für die Wahrhaftigkeit des Wortes sei, das hat eben dieser Unsichtbargegenwärtige durch sein כי לא ינקה ד' וגו' zugesichert, und sehen wir daher auch gerade in der Vernichtung der ganzen sinnlichen, materiellen Welt des Schwörenden die Wirkung des Meineids (Secharjah 5). Uebereinstimmend mit diesem Begriffe des Eides tritt auch der gerichtliche Eid ursprünglich, שבועה דאוריחא, nur zum Schutze für den gegenwärtigen Besitz, nicht aber zum Erwerben eines neuen Gutes ein, נשבע ונפטר־ aber nicht נשבע ונוטל. Der Schwörende unterstellt nämlich seine ganze materielle Welt, also Alles, was er hat, unter die Macht Gottes. Er schreibt gleichsam den Namen Gottes auf alle seine Habe. Nur das Redliche verträgt diesen Namen. Das Unredliche wird durch diesen Namen vernichtet. Ob nicht die sieben Schaase, welche Abra- Ham dem Abimelech (I. B. M. 2i) hingestellt, in doppelter Be-