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Jeschurun · 1858-10-01 · Heft 1 (Oktober 1858) · p. 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1858-1859)
Issue
Heft 1 (Oktober 1858)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1858-10-01
Page
16 (sequence 4)
Language
German
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iß Grundlinien einer jüdischen Symbolik. VI. Milah. 8. der achten Tageswoche, des Anfangs der achten Jahreswoche, -;מילר gehört entweder zu dieser oder zu der vorhergehenden Kategorie — und nur in ציצת sehen wir die Achtzahl als Summe einem gewissen Zwecke zu bestimmender Gegenstände. j Indem wir nun den Gedanken aufzufinden verstechen, den das göttliche Gesetz durch die Zahl Sieben, beziehungsweise Acht, bei so vielen seiner Bestimmungen vergegenwärtigen wollte, so glauben wir uns zuvor aus unfern vorbereitenden Bemerkungen des Kanons erinnere zu müssen, daß, der Natur und dem Zwecke des Symbols gemäß, die Beziehungen des Symbols zu dem damit zu vergegenwärtigenden Gedanken durchaus völlig in dem Gesichtskreise Dessen liegen müssen, für den dieses Symbol gewählt worden und dem durch dasselbe der entsprechende Gedanke vergegenwärtigt werden soll. Wenn man daher vielfach versucht hat die Zahl Sieben als ein Mysterium hinzustellen, dessen Geheimniß in nicht jedem zugänglichen arithmetischen und geometrischen Eigenschaften liegen soll, so glauben wir von allem diesen absehen und vielmehr innerhalb des Gesichtskreises des jüdischen Volkes und seiner heiligen Urkunden die Bedeutung dieses Zahlensymbols und den Ursprung desselben suchen zu müssen. Da begegnen wir denn auch im außergesetzlichen Kreise der Zahl Sieben in Rede und Handlung in vielfacher Anwendung. Während die Kinderlose sieben gebiert welkt die Kinderreiche hin (I Sam. 3), — ihre sieben Säulen hat die Weisheit geschassen (Prov, 9.), auf Einen Stein sind sieben Augen gerichtet (Secharja 3), —Elkana ist der Channah besser als sieben Söhne (I. Sam. 1.), — auf sieben Wegen wird Israel fliehen (VB. M. 28.), — zweimal sieben wird an Kajin, elfmal sieben an Lemech Rache genommen (I. B. M. 4.), — siebenfach wird die Sünde von der Strafe getroffen (III. B. M. 26.), — Gottes Wort ist zweimal siebenfach geläutert, (Ps. 12.), —sieben Mal bückt sich Jakob vor Esau (I. B. M. 33), — siebenmal preist David Gott täglich (Ps, 149), --- wenn auch der Gerechte siebenmal fällt er steht wieder auf (Prov. 24.), — der Träge dünkt sich weiser als sieben Räthe (das. 25.), — sieben Schlechtigkeiten birgt der Heuchler im Herzen (das.), -7in allen diesen Stellen erscheint die Siebenzahl als Ausdruck des in Zahl oderMaaß Vollen, Ganzen, Vollendeten, und was in diesen Stellen siebenmal geschieht drückt aus, daß man

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