Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 12 (September 1858)
- Article
- Der Sand am Ufer des Meeres
- Date
- 1858-09-01
- Page
- 648 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Dtr Sand am Ufer de- M««-. Daher hat wohl den Ufersand Einst Gott in gnädiger Stunde Als Sinnbild für sein Volk gewählt Mti heilverheißender Kunde; Denn Jsrael's Geschick bewährt In stetem Wechsel die Lehre: Daß glaubensfeste Innigkeit Stand hält im wetternden Meere Der feindlichen Verblendungswuth Und hvllentstiegener Tücken — Mag schwellen ungehemmt ihr Strom, Sie können's doch nicht erdrücken! Zwar nicht geübt mit frecher Faust An's Schild des Frevels zu pochen. Hat bloß an seiner Zuversicht Der Leiden Wucht sich gebrochen; Hat keinen blnt'gen Siegeskranz Um seine Schläfe gewunden, Hat in der Quäler Schmerzenslaut Nie süße Rache gefunden: Der Ruhm der stets nach Leichen zählt Wird wohl den Preis ihm versagen, Weil ihm zu theuer galt sein Glück Erkauft dndch Jammer und Klagen! Doch wenn des Willens Festigkeit Geweiht dem edelsten Streben Dem Menschen Werth verleihen soll Mit Ehr' bestrahlend sein Leben: Gebührt der höchste Rang ihm, denn Sein Heldenmuth ist — Vertrauen Und seine Tapferkeit — getrost Auf Gottes Hülfe zu bauen;