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Jeschurun · 1858-09-01 · Heft 12 (September 1858) · p. 636

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 12 (September 1858)
Article
Aus Norddeutschland
Date
1858-09-01
Page
636 (sequence 3)
Language
German
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636 Aus Norddruischland. II. Clavier, Guitarre." — Wir könnten noch viele Kunststücke der gelehrten Söhne und der gebildeten Töchter hinzufügen, wollen jedoch sür's Erste schweigen, um nicht zu weit von unserm Thema abgezogen zu werden. ■—'׳י Das ist die Sprache unsrer sorgsamen Väter und sorgsamen Mütter, die erkannt, daß die Zeit hohe Ansprüche macht und Vieles fordert, daß nicht durch Fleiß und Thättgkeit allein eine Existenz gegründet werden kann; die aber verkennen oder es nicht einsehen wollen , daß es ein Höheres giebt, als ein Streben nach Materiellem, daß wir unsere Kinder erst zu Juden erziehen müssen, ehe wir daran denken ans ihnen tüchtige Kauflente und Comptoiristen zu bilden; daß neben jenem Chnmesch und Mtschnajoth eine gediegene Bildung, zwar keine Ver- und Uebcrbtldung, möglich ist; daß jenes Chumesch und Raschi, jenes Mischnajoth und Schulchan Aruch die Grundlage und der Ausgangspunkt der ganzen Erziehung sein muß. Braucht er sie nicht für's Comptoir und für den Laden, so thun sie ft ihm um so mehr Not!) sür's Leben; so wird er sie schwerlich entbehren an Orten, an denen das Auge des-Vaters nicht für ihn wacht; in Stunden, in denen er des Vaters, der Mutter, seiner ei-! genen Menschenwürde zu vergessen, Gefahr läuft; sie allein können i ihn oft nur retten und ihm den mit Blumen verdeckten Abgrund j zeigen, in den er ohne sie stürzen könnte trotz seiner Kenntnisse, j trotz seines Wissens, trotz seiner Bildung. — So lange wir also das, was das Kind als Jude wissen «ruß, l als Nebensache betrachten, so lange ist unsere Erziehung eine verkehrte und falsche; eine Erziehung, die Dornen säet und Disteln erndtet; eine Erziehung, die Uebelstände vergrößert, denen mit einem Male nicht abgeholfen werden-kann und welche erst die Zeit, unser fester Wille und feurige Begeisterung ausgleichen wird. Unsere Lehrer (ich spreche im Sinne der Menge) können unsere Kinder nicht zu tüchtigen, brauchbaren Menschen heranziehen, wir müssen zu christlichen Schulen unsere Zuflucht nehmen. Ist daher im Orte eine höhere Bildungsanstalt und stehen sonst keine Hindernisse im Wege, so können wir sicher darauf rechnen, daß der Vater sein Kind den Händen des jüdischen Lehrers entzieht, um es der Obhut eines .christlichen auzuvertrauen; bietet sich diese gute Gelegenheit, nicht dar, so muß man sich ans einige Stunden bede w ft ft zv di ft m d! u: w di m m 8' n as et d, u T £ kc vl si ch gl e! n

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