Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 12 (September 1858)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1858-09-01
- Page
- 628 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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§28 Gnrndlinten einer jüdischen Symbolik. Mtlah. deln, in welcher die Personen nur zu sachlichen Leistungen in Anspruch genommen werden, sind auch nur hinsichtlich der Einleitung der Verhandlungen,תחלה דין׳, auf die Tagzeit beschränkt. Den innigen Zusammenhang der NNO)-, des ganzen Tempelgottesdienstes mit dem Charakter des Tageslebens haben wir schon in den obigen allgemeinen Betrachtungen angedeutet. Sind diese Betrachtungen kein Traum, so stellt sich der Tag als die eigentliche und fast ausschließliche Zeit für den Gottesdienst dar. Wie der Hohepriester durch Stirnaufschrift 'קרש לד das ganze Tempelhciligthum dem Einen Einzigen lebendigen Gotte vindicirt und damit einer jeden irrigen, den reinen Gottesgedanken und die reine Gottesweihe trübenden Auffassung prvtestirend entgegentritt, der irgend eine Opferhandlung unbewußt durch vorhandene טומאה ausgesetzt sein mochte: so weist die Forderung der Tagzett für die Opferhandlungen mit Entschiedenheit auf den Einen, Einzigen, freien, lebendigen, freimachenden, lebenspendenden Gott, so wie aus die Bernsung des freien, lebenskräftig thätigen Menschen mit der ganzen Vollkraft seiner Selbstständigkeit in den Dienst des lebendigen Gottes hin, und weist mit Entschiedenheit jeden Wahn ab, als ob es hier dem Dienste einer bltndwaltenden Naturmacht gelte, deren Walten sich in nächtigdunkeler Bändigung des Menschendaseins offenbare, und als ob hier durch Opferung und Tvdtung des freien Menschen- Wesens und seiner Beziehung eine Göttervcrehrung vollzogen werden sollte. Kein Opfer darf Nachts begonnen werden. Und insbesondere sind jene Opferhandlungen, die eine Selbstbeherrschung und dahingebende Weihe an den Dienst des lebendigen Gottes bedeuten, leicht aber als eine Tödtung und vernichtende Hinopferung des leiblichen Daseins und seiner Beziehungen gedeutet werden könnten, wie ,הקטרה 2 קמיצה, מליקה, זריקה, קבלה,שה«טה, ממיטהc. auf die Zeit des Tages beschränkt und nur הקטר חלבים ואיברים darf auch Nachts geschehen, da diese nur als eine Consequenz der bereits in זריקה רם am Tage vollzogenen dahtngebenden Weihe des ganzen Lebensprinzips erscheineu. Dagegen gibt es nrir zwei Handlungen, für welche die Nacht als Vorschrift gefordert wird: קצירת העומר (Menachoth 71, 72.) und אכילת פסחים (Berachoth 9 a.) der Genuß des Besreiungsmahles und der erste Schnitt des Bodenbesitzes. Aber gerade in diesen scheinbaren Ausnahmen dürfte unsere Auffassung eine willkommen