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Jeschurun · 1858-07-01 · Heft 10 (Juli 1858) · p. 540

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 10 (Juli 1858)
Article
Zur jüdischen Schulfrage
Date
1858-07-01
Page
540 (sequence 15)
Language
German
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540 Zur jüdischen Schulstage, HI. wird; dic Kräftigkeit der Nranlage verbunden mit deren Lebendigkeit aber gerade eine vorherrschende Entwickelung der Denkkraft, also dessen was Herr X. wohl Verstand nennen wurde, begünstigt: so ist es klar, daß gerade je mehr ״vorzugsweise die Verstandesrichtung bei dem Schüler nnsgebildet ist״, desto inniger seine Auffassung jener Wahrheit sein wird. — Jeden ander» Weg zu diesem Ziele halten wir für unsicher, ja für gefährlich. Ueberhanpt ist unser Ziel nicht sowohl Begeisterung, als vielmehr Erkcnntniß und Thai erzeugende Anerkenntnis׳. Danach zu streben, daß jene zu dieser werde und sich als solche beweise, das war der Grundgedanke unserer Artikel. Das ist aber vorzugsweise Vcrstandesarbeit. Allerdingswird ein tüchtiger Lehrer seine Klasse auf die Stufe zu heben wissen, daß diese Arbeit Freude, Wärme, vielleicht selbst einen gewissen Enthnsiasmns erzeugt; — aber das hat nichts mit der Begeisterung des Herrn X. zu thun: es ist das die Freude am Erkennen, die Freude weil ste es inne werden wie ste gefördert werden, die Freude die stch die Geistesschwingen wachsen fühlt, — es ist das die Begeisterung, mit der auch eine elegante Demonstration eines mathematischen oder geomeirischen Problems erfüllen kann, nur »m so viel inniger, als das Kind es fühlt, daß diese Wahrheit in innigerem Zusammenhänge mit seiner Lebensaufgabe stehend dereinst inniger in sein Leben eingreifen werde als der mathematische Lehrsatz. Die Thätigkeit ist jedoch dieselbe/des Verstandes, nach unscrm Satze: bei Anssassnng von Wahrheiten vermag dic Schule nur durch den Verstand aus das Gemüth zu wirken. — So werden wir unsere Kinder empfänglich machen für jede schöne? — nein, mehr als das, empfänglich für jede wahre Idee. Sic werden unrncrklich gewöhnt, überall stets in spätern Jahren zuerst darauf zu sehen ob etwas wahr und nicht ob es schön ist, und auch bei der ״geistreichsten" und brillantesten Erklärung stets darauf zu sehen, ob sie aus der Totalität aller Einzelhciten geschöpft, sosehr, daß altes ohne Ausnahme sich als Ausfluß des einen Gedankens ergibt, so daß cs als möglich erscheint, daß der Gedanke ״her des Gesetzgebers gewesen sein könnte"-Das Verfahren eines solchen Lehrers wäre ein elementares, nach vollbrachter Analyse wäre er zur Synthese übergegangen — — Doch wir vergessen ganz, daß wir eigentlich mit Herrn X. sprechen, dem wir doch von allem dem nichts sagen wollten. Wir ft'n ״b zu: sek sei TI cht dil R, S Ä wi S ge ui in A w! al de < tr ( st

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