Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-07-01
- Page
- 535 (sequence 10)
- Language
- German
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von vr. M. Hirsch. 535 -! Stoße wird, eine Legion Schedim auf die Spitze seines Lulaw zu s! spießen! — — Beide wären in gleicher Weise in den Geist der e ' Thorah eingedrungen: denn da auch Herrn A?s ״Auffassung" ans r seiner Subjektivität entsprungen ist und ihr zusagt, so ist sic nach =■ : Herrn £. von S. 480 (der wie gesagt von dem Herrn £. auf t; Seit« 481, der einmal das Gegentheil sagt, sorgsam hier zu schei-!! den ist) damit die für ihn richtige. — Wir gestehen, die Große und 1 j Göttlichkeit des Judenthums denn doch in etwas Anderem gesucht zu haben. --- j ״Wer dem Judenthum diese Eigenthümlichkeitnchmcnnnd es ge- , i waltsam in die Rubrik seiner persönlichen Welt- und Lebensan- - schaunng hiueinzwängen will, der raubt ihm dieseu göttlichen Vor-! zug, indem erste (?)wie Menschcnwerk behandelt." Wer thut denn t! das? Wo haben wir das Judenthnm in die Rubrik unserer Persont liehen Weltanschauung hincinzuzwäugen versucht? Strebten wir doch!1 vielmehr unsere ״Welt- und Lebensanschauung" zu der des Juden- ,! thums zu erheben und zu erweitern! ״Das ist's ja eben," gegenredet, v; wenn wir sie recht verstehen, unsere männliche Pythia, ״Herr vr» - H. hält es für möglich die Anschauung des Judenthums zu ergrünc den, und sieht nicht ein, daß alles was er für wahr hält nur das , seiner Subjektivität Zusagende ist." Und dadurch also behandelten l wir die Thorah wie Mcnschenwcrk? Ganz so wie ich sämmtliche 1 Himmelskörper nothwendiger Weise für Menschcnwerk halten muß, - wenn ich die Gravitations-Theorie, oder wie ich an das Walten; eines sterblichen Illuminateurs da oben glauben muß, wenn ich die! Undulations-Theorie für die objektiv, d.i. die nach menschlicher - Einsicht auf der jedesmaligen Stufe der Erkenntniß, richtige halte. , Denn in dein einen Falle meine ich in den Plan vom Gottest Werke, im Zweiten in den vom Gottes-Worte eingedrungen zu - sein. Und noch dazu fordert das Letztere mich stets zu diesem Einl dringen auf! Ist aber ein derartiges Eindringen, eine Erkenntniß der in diesem Sinne objektiven Wahrheit unmöglich, so hätte Gott unS damit zu einer Sishphus-Arbcit, zur Danaiden-Qual verdammt. — Eine solche Unmöglichkeit der Erkenntniß der Wahrheit wird aber behauptet, wenn jede Auffassung als eine der Subjektivität entsprnngeue und ein jedcS Fürwahrhalten einer Auffassung als dem Indenthum angethane Gewalt bezeichnet wird. ״Keine allein selig machende Anpassung"? —.,Allerdings, denn keine Auffassung macht