Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1858)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1858-07-01
- Page
- 531 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2932754-2932849-2932860-2942473--03775-2942529- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
»Mi Dr- M. Hirsch. 531 z" g- II ■ I rer f® ׳eil iclf־ ccv II- III,!ei! 1Hc •%, fei eft 11 er ikel i״r ere tue I1ewir alic batf nid lich nur;ine ebt, len, ein־ licht licht ichcten der beschränktesten Einseitigkeit zu identificiren sucht. Diese Vorbemerkung glauben wir uns gestatten zu muffen, zur Entschuldigung daß wir überhaupt von jenem Artikel Notiz nehmen. Nur im Vorbeigehen bemerken wir zunächst, daß, wenn Herr X., seiner Meinung nach im Gegensätze zu uns, S. 475 ausführt, daß viele vermeintlichen Widersprüche nur in dem ״Ausdruck, den die Bibel, die eben keine Natnrlehre zu schreiben beabffchtigt, der sinnlicheu Anschauung anpaßt", wurzeln und demgemäß hinzufugt: ״auch mit Herrn Dr. Hirsch, scheintes, haben wir uns noch zu verständigen", es weniger einer Verständigung als vielmehr nur eines simpel» Verstehens der von uns aufgestellten Sätze bedarf. So sehr, daß wenn Herr X, sodann zum Beweise auf die Ausdrücke ״die Sonne kommt und geht und steht" hinweist, er damit nur einen scheinbaren Widerspruch anführt, de» wir selbst Artikel 1. S. 94, berührt hatten. Daß wir im 2. Artikel S. 240 in dem oben angeführten Satze als Beispiel eines scheinbaren Wi« derspruchs einen ״durch falsche, oder auf falschen Voraussetzungen beruhende, Schlüffe aus an sich wahren Thatsachen hervorgerufeiien" und nicht einen in dem der sinnlichen Anschauung angepaßten Ausdruck der Bibel wurzelnden wählten, geschah deßhalb, weil, während auf die Nichtigkeit der letzteren schon häusig genug hingewiesen, der von uns cingeschlagene Weg zur 85־ sung von Widersprüchen der ersteren Art, zumal wie wir das alsdann an dem Beispiele der vermeintlichen Widersprüche hinsichtlich der Schöpfungsgeschichte ansführte», ein nichts weniger als breitgetrctencr ist. Oder glaubt Herr X. alles Ernstes, daß wir die Bewegung der Erde zu leugnen gesonnen seien? Was derselbe S. 476 über das Verhalten der jüdischen Kreise zu der Lehre Galiläi's anführt ist vollkommen identisch mit dem von uns S. 248 Z. 12—18 charakterisirteu und als an sich berechtigt anerkannten Standpunkte. — Wir kommen nach diesem Eingangsgcplänkel zur Haupsache, zu — Da wirft uns Herr X. noch erst den von uns gebrauchten Ausdruck ״Schöpfungsgeschichte" in den Weg. ״Wir möchten im Gegenthcil sagen — bemerkt Herr ik.— das ist Alles, nur keine Schöpfungsgeschichte. Sollte es das sein, eine vom Schöpfer offenbarte Schöpfiingsgeschichte, wie Manches miißrc sic sagen, statt Antworten bietet sic dem wißbegierigen Forschergeiste nur Fragen, statt Aufklärung —