Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1857-1858)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1858)
- Article
- Thamus
- Date
- 1858-07-01
- Page
- 503 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2932754-2932849-2932860-2942471--03745-2942501- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Thamu». 503 den. ״Du willst König sein?" sprach Gott zum entarteten Sohne Joschijahu's (Irrem, 22), ״ d u willst König sein weil du im Zedernprunk excelltrst? Siehe deinen Vater! Der aß und trank, übte das Recht und die Milde, und dann war ihm wohl; wenn er des Armen und Unglücklichen Recht aus geführt, dann fühlte er sich wohl! Das heißt mich kennen!" spricht Gott. החמלך כי אתה י מתחרה בארז אביך הלא אכל ושחה ועשה משפט וצדקה אז טוב לו, דן רין עני ואביון אז טוב, הלא היא הדעת אותי נאם ר'. Wenn aber die Wissenschaft der Thora Israels Lcbensseele, und die Träger dieser Wissenschaft die Verbreiter dieses Lebens werden sollen, dann muß erst bei ihnen selbst diese Wissenschaft die Seele ihres Lebens geworden sein, dann muß ihr Leben das Muster eines von der Thora beherrschten und ans ihrem Boden vollendeten Lebens bieten, dann muß aus ihrem Leben ein nur im Umgänge mit Gott zu gewinnender Abglanz der göttlichen Herrlichkeit dem Volke cntgegenstrahlen, wie Mvscheh's Angesicht im Umgänge mit Gott Strahlen gewonnen. כשם שהחכם ניכר בחכמתו ובדיעותיו והוא מובדל כהם משאר העם כך צריך שיהיה ניכר במעשיו במאכלו ובמשקהו ובבעילתו ובעשית צרכיו ובדיבורו ובהילובו ובטלבושו ובבלבול דבריו ובמשאו ובמתנו ויהיו כל המעשים האלה נאים ומתוקנים ביותר, lautet die Einleitung der Charakterschilderung eines jüdischen Weisen: ״Wie der Weise an seinen Wissenschaften und seinen Ansichten erkannt wird und er sich hierin von den übrigen Menschen unterscheidet, so muß er auch an seinen Handlungen zu erkennen sein, an seinem Essen und Trinken, an seinem geschlechtlichen und leiblichsten Leben, an seiner Sprache, seinem Gang und seiner Kleidung, an der Art seiner Reden und seinem Handel und Wandel: alle diese Thätigkeiten müssen bei ihm in höherm Grade schön sein und gut." ״Liebe", heißt es in der Quelle dieser Sätze, ״liebe den Herrn deinen Gott also, daß durch dich der Name Gottes bei Menschen beliebt werde. Daß, wer gelesen imd gelernt und die Lehre aus dem Munde der Weisen geschöpft, also schön im Umgänge mit den Menschen sei, daß die Menschen von ihm sagen: Heil dem Vater, der ihn die Thora gelehrt, heil dem Lehrer, der ihn Thora gelehrt! Wie bedanernswerth sind die, die keine Thora gelernt! Sehet diesen Thoragelehrtcn, wie schön sind seine Sitten, wie gut feine Handlungen! Von ihm heißt es: Er sprach zu mir, mein Diener bist du, Israel, durch den ich mich verheer-