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Jeschurun · 1858-07-01 · Heft 10 (Juli 1858) · p. 501

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1857-1858)
Issue
Heft 10 (Juli 1858)
Article
Thamus
Date
1858-07-01
Page
501 (sequence 7)
Language
German
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Thamus. 501 archäologischen und physikalischen Hülfswtssenschaften dnrchstndirt haben, können Bescheid zn geben wissen ebenso von der Gestalt des Jod im Samaritantschen und Koptischen und allen andern verwandtcn Dialekten wie von den zahlreichen Schithoth ritueller Casutstik können den ganzen Talmud im Kopfe und zugleich die historisch-kritisch genaue Auskunft über das Geburtsjahr der Amme des letzten der Paitanin zur Hand haben — kurz wir kön neu die ganze jüdische Gelehrsamkeit erschöpft haben, könnender ״jüdische Theologe" par excellence genannt werden, und es kann uns doch in allem und mit allem dem und aus allem dem das einzige, wahre, rechte jüdische Wissen fehlen. Wir können uns mit all unserer Gelehrsamkcit in lauter Einzelheiten bewegen und es kann uns doch, wie der Prophet es nennt, die Anschauung des Ganzen ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch geblieben sein — הכל 212,-׳ nun ותהי לכם ספר ההחו□ — es kann uns nicht einmal eine Ahnung davon aufdämmern, was denn nun dieses ganze große, mehr denn dreitausendjährige Gvttcswerk auf Erden bedeute, was denn nun dieser ganze Bail sei, zu welchem uns Gott, der große Baumeister der Welt, vor dreitausend Jahren seinen Riß in, Hände» gegeben und gesprochen: sinnet darüber bei Tag und bei Nacht! Es kann uns nicht einmal eine Ahnung davon anfgegangen fein, daß כל התורה כולה שמותיו של ה׳ב׳ה, daß die ganze Thora nichts als Gottesnamen enthalte, nichts anderes sei, als die Ausprägung und Ausprägung deS Gottcsnamens auf das ganze Menschen-Dasein in Natur und Geschichte, als die Entwickelung uild Gestaltung des ganzen Menschendaseins unter der Segnung und Herrschaft des göttlichen Namens, als die Erfüllung des große» Spruches: ״Bereitet mir das Heiligthum, so wohne ich unter euch!" oder des noch kürzer!: und größer» Spruches: ״!והייתם ליSeid mein!" — llnd doch ist selbst alles Wissen >u» alles dies noch nicht das Höchste, ist noch nicht Das, dessen Abwesenheit der Vorwurf "״לא ירעעי beklagt.'דעת ד ist kein bloßes Wissen von Gott, kein bloßes Wissen von Gott und den göttlichen Dingen, ירע ist mehr alsein Wissen, ירע ist ein Kennen, ist die innigste, nuv in persönlichem Umgang zu erwerbende Vertrautheit mit einer Person oder Sache, ja ist dieser Umgang selbst und bezeichnet somit das nächste ilnd innigste Verhältniß, in welchen! wir nur zn einem Wesen zu stehen vermögen. Wir können

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